04.04.2018 - 12:34 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

"Unverdorben" stellt Weichen für die Zukunft Peter Wunder führt Kunstverein

"Man muss weit gehen, um so ein Programm zu finden, wie es der Kunstverein 2017 präsentiert hat", hebt Bürgermeister Martin Birner bei der Hauptversammlung hervor. Die Lücke nach dem Rückzug der Vorsitzenden Beate Seifert wird bei vorgezogenen Neuwahlen wieder geschlossen.

Peter Wunder (vorne, Dritter von links), der neugewählte Vorsitzende des Kunstvereins "Unverdorben", kann mit seinem Vorstandsteam zuversichtlich in die nächsten Jahre gehen. Bürgermeister Martin Birner (links) gratulierte der bei den Neuwahlen zum Großteil bestätigten Mannschaft. Bild: weu
von Udo WeißProfil

Mit einer immensen Zahl an Veranstaltungen hat der Kunstverein "Unverdorben" das Jubiläumsjahr "1000 Jahre Neunburg" mitgestaltet. In einem Rückblick in Bildern erinnerte Geschäftsführer Peter Wunder unter anderem an die "Blauen Montage" mit den "Vier Unverdorbenen". In Budweis hat Wunder den Kunstverein vorgestellt, dabei fungierte Mitglied Dana Ettl als Dolmetscherin. Unter dem Thema "Bunte Vielfalt" statt die Mitgliederausstellung, die Renate Ullmann zusammengestellt hatte und die eine große Bandbreite an Künstlern aufzeigte.

Konzert-Höhepunkt

Als besondere Herausforderung gestaltete sich der Jubiläums-Kunstherbst mit mehreren Höhepunkten, darunter das grandiose Jahrtausendkonzert der Bayerischen Philharmonie. Das mit Musikern aus 26 Nationen zusammengesetzte Orchester brillierte mit einem großartigen Auftritt. Dem Konzert ging ein mehrtägiger Workshop mit Musikern aus der Region voraus. Seite an Seite mit den Profis waren einige dann beim Jubiläumskonzert auf der Bühne, und wenig später mit dem gleichen Programm "Bruckner 4 plus" im Prinzregententheater in München zu Gast.

Mit der Vernissage in der evangelischen Kirche wurde der Kunstherbst eröffnet. "Die Straßengalerie zu ,Ahoj 17' hat das Stadtbild geprägt und die Exponate haben zu vielen Diskussionen geführt", so Wunder. Durch die Teilnahme tschechischer Künstler seien Freundschaften entstanden. Mit hervorragenden künstlerischen Arbeiten haben sich auch die Schüler der Gregor-von-Scherr-Realschule an der Ausstellung beteiligt. Die Kirchen als Ausstellungsorte einzubinden, sei gut angekommen. Mit dem Stück "Play Luther" endete der beeindruckende Kunstherbst, der sehr viel von der Vereinsführung abverlangt habe.

"Fulminantes Jahr"

Von einem gewaltigen Umsatz, der mit einem mittelständischen Unternehmen zu vergleichen ist, sprachen Peter Wunder, der zugleich Schatzmeister war, und Klaus Götze als Kassenprüfer. Bürgermeister Martin Birner, der eines von 72 Mitgliedern des Kunstvereins ist, sprach in seinem Grußwort von einem "fulminanten Jahr" mit großen Herausforderungen. Die Bindung zu Schulen sei sehr wichtig, um junge Leute für Kunstwerke zu begeistern. Auch das Jahrtausendkonzert sei ein großartiges, einzigartiges Bildungsprojekt gewesen, das auch mit Fördermitteln unterstützt wurde.

Einstimmig nahmen die Mitglieder eine Satzungsänderung an, mit der die ursprüngliche Postenverteilung wieder hergestellt wurde. Diese war geändert worden, als Beate Seifert nominell Vorsitzende wurde, die Geschäfte aber von Peter Wunder ausgeführt wurden. Die um ein Jahr vorgezogenen Neuwahlen, die durch den Rücktritt Seiferts aus persönlichen Gründen notwendig wurden, brachten Peter Wunder an die Spitze von "Unverdorben". Die fünf Beisitzer wurden bestätigt, zwei neue ergänzen das Team. Als erste Amtshandlung erläuterte Peter Wunder das geplante vorläufige Programm für dieses Jahr (Info-Element).

Der Kunstverein stellt eine wichtige Plattform für Künstler in Neunburg und Umgebung dar. Seine Magnetwirkung geht weit über die Stadtgrenzen hinaus.Bürgermeister Martin Birner

Neuwahlen

Vorsitzender: Peter Wunder; Stellvertreter: Karl Stumpfi; Schatzmeister: Ingo Simandi; Schriftführerin: Gaby Irlbacher; Beisitzer: Renate Ullmann, Dana Ettl, Jürgen Zach, Tanja Lennert, Hans Fischer, Maria Bücherl, Hella Simandi; Kassenprüfer: Klaus Götze, Irene Ehemann. (weu)

Jahresprogramm

16. Juni: Open-Air-Veranstaltung mit Jürgen Zach und Band "Just one more"; 21. Juli bis 25. August: Mitgliederausstellung.

14. September: Vernissage zu "Ahoj 18", diesmal im Burghof unter dem Titel "Kunst für den Frieden". Gestaltung: Art-Fotografin Miriam Ferstl aus Seebarn, Gitarrist Tassilo Männer aus Thanstein. 2. Oktober: Galakonzert "Tschaikowsiky-Nacht" mit Chefdirigent Hans Richter; 26. November: Blauer Montag. Zwölf Veranstaltungen für den Kunstherbst stehen schon fest, zwei bis drei kommen noch dazu. Geplant ist auch eine Lesung mit Musik, und die Neunburger Kleinkunstszene wird aktiviert werden.

Das Theaterensemble "Ovigo" ist am 3. November mit dem Krimi-Dinner und am 8. Dezember mit dem Kinderstück "Scrooge" eingeplant. (weu)

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