27.11.2017 - 14:40 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Wolfgang Pöhlmann zeigt Werke in der Schwarzachtalhalle Mit Gefühl und Faszination

Erneut wird das Foyer der Schwarzachtalhalle zum Hort für Kunst. "Das eigene Gesicht" titelt eine Ausstellung mit 20 Gemälden von Wolfgang Pöhlmann. Die Vernissage macht deutlich, dass die Bilder ganz unterschiedliche Sichtweisen zulassen.

Künstler Wolfgang Pöhlmann (Mitte) eröffnete zusammen mit Gattin Doris die Ausstellung. Zu den Ehrengästen zählten Bürgermeister Martin Birner (rechts), Pöhlmanns "Lieblingsschülerin" Miriam Ferstl (Zweite von links), die selbst erfolgreich im Kunst-Sektor tätig ist sowie Ulrich Wohlgemuth, der in das Werk des Künstlers einführte. Bilder: weu (2)
von Udo WeißProfil

Zur Eröffnung waren zahlreiche Kunstschaffende, Kunstinteressierte sowie Lehrkräfte des Ortenburg-Gymnasiums (OGO) gekommen. Künstler Wolfgang Pöhlmann, der viele Jahre am Oberviechtacher Gymnasium als Kunsterzieher gewirkt hatte, freute sich über den Besuch der vielen Freunde, Weggefährten und ehemaligen Kollegen.

"Was ist Kunst?", fragte Bürgermeister Martin Birner bei seiner Begrüßung und lieferte als Antwort, dass Kunst sehr viel mit Können zu tun habe. Man müsse sein Handwerk verstehen, um etwas zum Ausdruck bringen zu können. Aber auch den Betrachtern der Kunstwerke werde etwas abverlangt. Sie müssten genau hinsehen, etwas aus den Bildern herauslesen. In Pöhlmanns Werken finde man viele verschiedene Ausdrücke, Gefühle und Lebensfreude.

Eine Einführung in die Werke Pöhlmanns nahm Studiendirektor Ulrich Wohlgemuth vor. Mit einer Vielzahl von Ausstellungen in Oberviechtach und Neunburg sei Pöhlmann kein Unbekannter in der Region. Ende der 1970er Jahre habe er das Schulspiel am OGO initiiert und damit den Grundstein gelegt für das heutige Theaterensemble Ovigo. Seine Inszenierungen von "Die Physiker", "Antigone", "Die Dreigroschenoper" oder "Faust" haben nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Wohlgemuth bezeichnete Pöhlmanns Malkunst als faszinierend: "Aus Landschaften erwachsen Figuren, Gesichter, menschliche Körper gehen ineinander über, verschwimmen und werden in ganz anderen Kompositionen wieder greifbar." Mit Schminke, Maske und Verkleidung wollen die Figuren etwas anderes darstellen als sie sind. In seinen Werken werde Pöhlmanns Nähe zum Karneval in Venedig oder zu den Bayreuther Festspielen offenkundig.

Wohlgemuth stellte jedes der 20 Bilder vor und erläuterte Details. Dargestellt seien Figuren und Porträts von Personen, die allesamt einen hohen Stellenwert für den Künstler besitzen - sei es, dass er mit ihnen befreundet, gut bekannt oder verwandt ist, oder dass sie seiner Liebe zur "Comedia dell'arte", zum Zaubergarten oder dem Karneval in Venedig zuzuordnen sind.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Thomas Pfeiffer und Martina Hussmann, die auf dem Flügel vierhändig klassische und moderne Stücke spielten und die Gäste begeisterten. Abschließend bedankte sich Wolfgang Pöhlmann bei allen, die ihn bei der Ausstellung unterstützt haben, und stand für Gespräche zur Verfügung.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis zum 7. Dezember im Foyer der Schwarzachtalhalle zu sehen; Zugang ist über das Restaurant "Esszimmer". Der Künstler ist während der Öffnungszeiten der Ausstellung - mittwochs von 15 bis 17 Uhr und samstags von 11 bis 13 Uhr - anwesend. (weu)

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