09.07.2004 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Abt Wolfgang Hagl spendet 120 Jugendlichen das Sakrament der Firmung - Selbst aktiv werden "Es geht mehr als Du denkst"

"Wartet nicht auf andere, seid selber aktiv." Dies legte Abt Wolfgang Hagl den 120 Firmlingen am Donnerstag in der Pfarrkirche St. Josef ans Herz. "Es ist das Vorrecht der Jugend, das Leben reicher zu machen".

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Zusammen mit ihren Paten waren die jungen Leute in der Kirche gekommen, um das Sakrament der Firmung zu empfangen. "Heute ist ein freudiges Ereignis", sagte Dekan Karl-Dieter Schmidt. "Junge Christen werden in die Pfarrgemeinde aufgenommen." Bevor der Abt den Firmlingen die Hand auflegte und ihnen ein Kreuz auf die Stirn zeichnete, bedankte sich Dekan Schmidt bei den 17 Firmhelferinnen. Sie hatten die Mädchen und Buben auf den bedeutenden Tag vorbereitet. Die Frauen trugen Kerzen zum Altar und bekamen für ihr Engagement eine Rose.

Abt Wolfgang Hagl sprach in seiner Predigt die jungen Leute direkt an: "Was geht?", lauteten sein ersten Worte. Diese Frage höre er oft in der Schule, einfach so locker dahin gesagt. Meist erwarte darauf niemand eine Antwort. "Wenn jemand mich fragen würde, wüsste ich sofort, was ich sagen würde", so der Abt. "Mehr als Du denkst, mehr als Du Dir vorstellen kannst." Er erinnerte an das Gleichnis mit den anvertrauten Talenten. "Dies ist sehr provokativ", sagte er. Doch es sei egal, was jemand habe oder könne. Wichtig sei, was jeder einzelne daraus mache. "Was geht?" Null Bock auf irgendetwas zu haben, sei sicher nicht der richtige Weg. "Wer so an die Sache heran geht, hat schon verloren."

"Entdecke Deine Talente, die in Dir schlummern", so Abt Wolfgang Hagl. Jeder habe die unterschiedlichsten Fähigkeiten, ob im Bereich der Musik, der Kunst oder im Sport. "Zeigt Eure Talent immer wieder, der Herr freut sich."

Die Jünger am Pfingstsonntag in Jerusalem hatten auch plötzlich den Mut die Türen aufzureißen und allen Menschen von Jesus zu erzählen, weil der Geist Gottes auf sie herab gekommen sei. "Ich wünsche Euch ebenfalls die Bereitschaft, den Heiligen Geist in Euch aufzunehmen."

Den Firmpaten empfahl er, für die jungen Menschen da zu sein und sie zu begleiten. "Was helfen 1000 Euro, wenn keiner da ist, der zuhört."

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