Ausstellung zum Altstadtfest schärft Profil des Kunstvereins - Zwei Tage "Glaskunst ...
Kultur-Achse wird zur Glasstraße

Von der Massenfertigung zum Einzelstück: Die freischaffende Künstlerin Marion Mack hat ein Händchen dafür, Flaschen und Gläsern einen individuellen Charakter zu verleihen. Gemeinsam mit acht Kollegen gibt sie bei der Ausstellung des Kunstvereins einen Einblick in die Welt der Glaskunst. Bild: hfz
Lokales
Neunburg vorm Wald
11.08.2014
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Poliert, geschnitten und geschliffen, geblasen oder in Hitze geformt: Glaskunst hat viele Facetten. Einen Einblick in diese Welt vermittelt der Kunstverein "Unverdorben" am Altstadtfest-Wochenende mit seiner Ausstellung "Glaskunst international". Im Kunstquartier Im Berg zeigen neun Künstler einen Querschnitt ihrer Schaffenskraft.

Am 16. und 17. August wird sich an der Kultur-Achse Nürnberg-Prag wieder ein reger Austausch kreativer Kräfte entwickeln. Mit "Glaskunst international" - als Fortsetzung der vereinseigenen Ausstellungsreihe "Begegnungen" - erhält Neunburg an diesem Wochenende eine eigene Zufahrt zur wenige Kilometer entfernt verlaufenden Glasstraße.

Ins Gespräch kommen

Die Kontakte von Kunstverein-Vorstandsmitglied Veronika Riedl haben es möglich gemacht, dass neun Künstler aus der Oberpfalz, aus Thüringen, Tschechien und England ihre Werke im Kunstquartier "Unverdorben", Im Berg 7, präsentieren. Die Besucher treffen auf zerbrechliche, filigrane und geschliffene Exponate und können ins Gespräch mit deren Schöpfern kommen.

Das Plakat-Bildmotiv für die Ausstellung lieferte ein Werk des 1950 in der Slowakei geborene Künstlers Vladimir Klein . Er arbeitet mit optischem Glas in kaltem Zustand und schneidet, schleift und poliert das Material ähnlich wie ein Steinbildhauer. Sein Kollege, der 1964 in London geborene Max Jacquard , erhielt 2006 den Glasbiennale-Preis. Er verwendet den Werkstoff nicht nur wegen seiner visuellen und taktilen Eigenschaften, sondern auch wegen seiner Wandlungsmöglichkeiten.

Beim ebenfalls aus England anreisenden Künstlerpaar Jeff Rogers und Mimi Norrgren ergänzen sich ein Glasmacher und eine Glaskünstlerin in gemeinsamen Werken. Beide stellen international aus. Jutta Kulow aus Maxhütte-Haidhof fertigt Glasschmuck als besondere Einzelstücke. Sie arbeitet unkonventionell und experimentiert mit 1000 Grad heißem, flüssigen Glas und Edelmetall. Die 1965 in Amberg geborene Silvia Lobenhofer schätzt die Gegensätze im Material. Unter ihrer kreativen Hand entstehen Unikate mit eigenem Charakter, geprägt von Farbe, Licht und Form. Marion Mack ist 1968 in Sulzbach-Rosenberg geboren und verwandelt in Massen produziertes Gebrauchsglas in kunstvolle Einzelstücke und formt neue Glasobjekte.

Bei Steffen Orlowski (geboren 1966 in Gräfenthal/Thüringen zieht sich inhaltlich das Individuum Mensch in seiner Beziehung zu Raum und Zeit als roter Faden durch seine Arbeit. Ralph Wenzel (stammend aus Neugablonz) ist in achter Generation mit dem Werkstoff Glas verbunden. Seit 2003 ist er freischaffender Glaskünstler auf dem Berghof Gibacht. Die Vernissage beginnt am Samstag, 16. August, um 17 Uhr.

Mit Wein und Musik

Zusätzlich richtet der Kunstverein in seinem Domizil wieder eine Weinlaube ein. Mit dem Erwerb von Wertmarken kann die Vereinsarbeit unterstützt werden. Den Soundtrack zum Kunsterlebnis liefern am Samstag (20 bis 24 Uhr) "G.A. Riepelli & die Sölln" mit "bayerischen Bänkelrock". Am Sonntag (19 bis 23 Uhr) servieren "Just One More" Akustik-Rock und Blues.
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