27.01.2004 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Erste Jugendvorstandschaft der Stadtkapelle nimmt Arbeit auf - Junge Leute noch mehr integrieren: Neue Wege in der Nachwuchsarbeit

Über 60 Prozent der Musiker in der Stadtkapelle sind zwischen zehn und 25 Jahre alt. Die jungen Leute hatten am Rande der Mitgliederversammlung im Oktober den Wunsch nach einer eigenen Vertretung vorgebracht. Jetzt ging die Gründung der ersten Jugendvorstandschaft erfolgreich über die Bühne.

von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Der hohe Anteil an Nachwuchskräften war seit den Neuwahlen auch in der Vorstandschaft deutlich geworden: Mit Markus Held (stellvertretender Dirigent), Jugendsprecherin Johanna Dommer und Sabrina Graßmann (Beisitzer) sind die jungen Musiker im achtköpfigen Gremium entsprechend vertreten.

Unter 25 Jahren

Seit 16. Januar beschreitet der renommierte Klangkörper neue Wege in der Jugendarbeit: Anlässlich der hohen Anzahl an Mitgliedern unter 25 Jahren beschloss die Stadtkapelle nun, eine eigene Vorstandschaft für die Jugendlichen und jungen Leute zu wählen. 20 Mitglieder hatten sich im Probenraum des alten Landratsamtes eingefunden, um ihre Vertreter zu benennen.

Nach kurzem Vorlauf gelang es der Versammlung, den Wahlgang erfolgreich abzuschließen. Den Vorsitz über die Jugendvorstandschaft übernahmen Jugendsprecherin Johanna Dommer und ihr Stellvertreter David Sorgenfrei, der in Personalunion auch als Foto- und Internetbeauftragter fungiert. Kassier Verena Sorgenfrei verwaltet die Finanzen, Sabrina Graßmann bekam das Amt der Schriftführerin.

Vollständiges Team

Tanja Schmid, Thomas Forster und Simone Graßmann vervollständigen die Führungscrew als Beisitzer, letztere bekleidet noch das Amt des Pressewartes. Christoph Bindl wurde zum Sport- und Vergnügungswart gewählt.

Kapellensprecher Markus Held leitete die Versammlung. Nach der Bekanntgabe der geplanten Aktivitäten leitete er zum gemütlichen Teil des Abends über: Mit den Filmen "Der König der Löwen" und "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" bekam die Runde Filme zu sehen, deren Titelmusik sie im Rahmen des letzten Weihnachtskonzertes intoniert hatten.

"Die Jugendvorstandschaft vertritt die Belange der Stadtkapellen-Mitglieder im Alter zwischen zehn und 25 Jahren", erklärte Vorsitzende Johanna Dommer auf NT-Anfrage. Aufgabe dieser - in der Kapelle und auch im Umkreis der Pfalzgrafenstadt - neuen Form der Nachwuchsarbeit ist es, die Jungmusiker zu betreuen und die Gemeinschaft zu fördern.

"Die jungen Musiker sollen einfach besser in den Verein integriert werden", so Dommer weiter. In Angriff soll demnächst eine Faschingsfeier genommen werden. Aber auch Ausflüge oder Fußballspiele gegen andere Kapellen sollen den Nachwuchs noch stärker an den Verein binden.

Roman Sorgenfrei, seit Oktober Vorsitzender der Kapelle, freut sich über das Engagement seiner jugendlichen Mitglieder: Die Gründung einer eigenen Vorstandschaft sei eine gute Idee - "das motiviert zum Mitmachen". Schließlich wolle die Vorstandschaft nicht nur auf dem gesellschaftlichen Sektor, sondern auch in der musikalischen Weiterbildung tätig werden. Sorgenfrei: "Dank ihrer Mithilfe können wir die Jugendarbeit nun auf mehrere Schultern verteilen".

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