03.02.2004 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Geschäftsführer Konrad Schwarzfischer fordert von Politik mehr Zuverlässigkeit - Referate beim ... Mehr Harmonie im wirtschaftlichen Dreiklang

von Christof FröhlichProfil

"Wir wollen als Wirtschaft nicht behindert, sondern durch die Politik bestärkt und selbständig arbeiten können", forderte Konrad Schwarzfischer, Geschäftsführer des Bundes der Selbständigen im Deutschen Gewerbeverband. Den Neujahrsauftakt der Gewerbetreibenden (Bericht gestern) nutzte auch Bürgermeister Wolfgang Bayerl zu einem Aus- und Rückblick.

"Wir dürfen uns zum Jahr 2004 beglückwünschen, da uns die Politiker versprochen haben, dass alles besser wird" meinte Schwarzfischer mit einer großen Portion Sarkasmus in der Stimme. Er war weiterhin der Ansicht: "Der Mittelstand braucht von der Politik mehr Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit, um auf einer soliden Grundlage planen und kalkulieren zu können". Den Politikern müsse deutlich gemacht werden, dass eine Kilometerpauschale keine Subvention, sondern eine erforderliche Investition sei. Auch die Eigenheimzulage müsse beibehalten werden, es sei aber jeweils zu prüfen, ob diese Gelder an Handwerker oder Schwarzarbeiter gehen.

Den Kommunen müsse mehr finanzieller Spielraum gegeben werden, forderte der Referent weiter. "Sie sind es, die den Mittelstand und die heimische Wirtschaft durch Investitionen stärken können." Nur der Dreiklang des Miteinanders aus Kommune, Unternehmer und den politischen Verantwortlichen könne zum gemeinsamen Erfolg führen.

Den Bürgern müsste es noch mehr bewusst gemacht werden, dass alle in einem Boot säßen und die heimische Wirtschaft nur durch Einkäufe in der Region gestärkt werden könne. Im kommenden Jahr müsse von der Politik als Basis für eine erfolgreiche Arbeit, mehr Berechenbarkeit und Glaubwürdigkeit erwartet werden.

Bürgermeister Wolfgang Bayerl ließ die wichtigsten und kostenträchtigsten Maßnahmen der Stadt noch einmal Revue passieren ließ. Die hierin investierten fünf Millionen Euro, hätten der heimischen Wirtschaft sicherlich gut getan. "Wir können mit dem Erreichten zufrieden sein."

Bestärkt durch ein erfolgreiches Jahr 2003 könne sich die Stadt jetzt auch an so zukunftsträchtige Projekte wie der Neugestaltung des Stadthallenareals wagen. Die Planungen laufen schon seit längerer Zeit, die bisher fruchtbaren Gespräche mit Interessenten werden demnächst fortgeführt. Es bleibe abzuwarten, was dabei herauskomme, doch Bayerl zeigte sich zuversichtlich, dass sich das gesamte Areal um die derzeitige Stadthalle in einigen Jahren wesentlich attraktiver darstelle, als es jetzt der Fall sei. Wegen der bestehenden Unsicherheiten, sowohl in struktureller als auch in finanzieller Hinsicht wollte er zu den Zukunftsplänen dieses Projekts aber nicht deutlicher werden.

Mit dem was bisher für Neunburg erreicht werden konnte, könne die Stadtgemeinde hochzufrieden sein. Sein Dank galt beiden Verbänden, insbesondere den Vorstandschaften, für die stets gute, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die bereits in der Vergangenheit recht gute Früchte für die Entwicklung Neunburgs getragen habe.

Bayerl erinnerte hier an die verkaufsoffenen Sonntage. In Verbindung mit jeweils einem attraktiven Begleitprogramm des Gewerbes und der Stadt seien sie gute Ansätze, dass die Stadt wieder zu einem Anziehungspunkt für Besucher aus Nah und Fern werden. Weitere Aktivitäten zur Verbesserung des Images der Stadt und zur Stärkung des "Wir-Gefühls" stehen auf dem Programm. Projekte wie die Entwicklung eines neuen Logos für die Stadt stehen vor ihrer Verwirklichung.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.