Jagdkreisgruppe schult angehende Waidmänner
Intakte Natur auf Übungsplatz

Ganz nah dran an der Natur: Ein Tümpel als Lebensraum für Amphibien wird von den Teilnehmern untersucht. Bild: hfz
Lokales
Neunburg vorm Wald
13.08.2014
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Gelbbauchunke, Schlingnatter, Rotwild und Co. zeigen sich fast wie auf Bestellung. Die Vielfalt aus Flora und Fauna auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels lässt die angehenden Jäger staunen. Beim Vorbereitungslehrgang für die Jagdprüfung stehen Naturschutz, Wildtier- und Jagdkunde auf dem Ausbildungsplan.

Auf dem Areal des Truppenübungsplatzes Hohenfels setzt die Jagdkreisgruppe Neunburg die praxisnahe Ausbildung bei ihrem Lehrgang fort. Bereits zum wiederholten Male sind Lehrgangsleiter Franz Sedlmeier und seine Teilnehmer hier zu Gast. Kein trockener Lehrstoff wird "gepaukt", sondern unter der Leitung von Forstdirektor Dr. Markus Perpeet begegnen den angehenden Jungjägern die Tiere und Pflanzen des Terrains in ihrer natürlichen Umgebung.

Gelbbauchunken, Schlingnatter und - fast wie auf Bestellung - der Schwarzstorch sind ebenso live zu beobachten wie Rotwild und verschiedene Schmetterlingsarten.

Interessiert begutachten die Teilnehmer auch die typischen Pflanzengesellschaften eines Kalkmagerrasens wie etwa die Wacholderheide. Aber auch bestimmte Orchideenarten, die auf den Granit- bzw. Nassstandorten der östlichen Oberpfalz nicht vorkommen, sind zu sehen.

Bedeutendes Vorkommen

Aufmerksam lauschen die künftigen Waidmänner den Informationen von Dr. Perpeet, Leiter des Bundesforstbetriebes, über die Entwicklung des Rotwildes auf dem Übungsplatz. Den Ausführungen über das aktuelle Bejagungskonzept wird aufmerksam gefolgt, schließlich hat sich das Vorkommen dieser Wildart in der Oberpfalz zu einem der bedeutendsten Bestände auf dem Gebiet der Bundesrepublik entwickelt.

Immer wieder versteht es der Forstmann im Verlauf des Rundganges, die künftigen Jäger auf naturschutzfachlich wertvolle Elemente aufmerksam zu machen, wie beispielsweise einen Lesesteinhaufen und dessen Bedeutung im Ökosystem einer Kulturlandschaft. Ergänzend gibt es Hinweise, wie die Jäger mit relativ einfachen Mittel zum Erhalt solcher "Mosaiksteinchen" für eine artenreiche und auch lebenswerte Umwelt beitragen können.

Zum Abschluss bedankte sich Kursleiter Sedlmeier mit einem Präsent für das Engagement des Bundesforstamtes in der Jägerausbildung und würdigte die äußerst sach- und fachkompetente Führung durch Dr. Perpeet. Er sei zuversichtlich, dass vieles von dem Erlebten bei den Waidmännern der nächsten Generation "hängen bleiben" wird. Auch die Teilnehmer würdigten die Exkursion auf den Truppenübungsplatz Hohenfels als höchst informative Bereicherung der Jägerausbildung.
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