Jetzt entschiedet Kultusministerium über Fortbestand der Kemnather Schule
Schülerzahl reicht nicht

Lokales
Neunburg vorm Wald
02.05.2013
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Nach dem jetzigen Stand wird Bayerns kleinste Grundschule im September nur noch 25 Kinder haben und damit unter die aktuelle Mindestzahl (26) fallen, die das Kultusministerium für die Aufrechterhaltung eines eigenständigen Schulbetriebes vorschreibt. "Wir müssen jetzt abwarten, wie das Ministerium entscheidet", sagte Bürgermeister Martin Birner bei der Sitzung des Schulverbandes Kemnath in der "Schießl-Tafferne".

In die beiden kombinierten Klassen gehen aktuell 26 Kinder, 11 in die Jahrgangsstufen 1/2 und 15 in die Jahrgangsstufen 3/4. Die erhofften Gastschulanträge blieben bislang aus. Die fünf Neuanmeldungen bei der jüngsten Schuleinschreibung gehören zum Sprengel. Von außerhalb aber kam niemand dazu. Dies wäre aber Voraussetzung für den Fortbestand der Schule. Vor allem auch im Hinblick auf das Schuljahr 2014/15, für das Schulleiterin Beate Vetterl nur noch 21 Schüler prognostiziert.

"Zahl muss stimmen"

Schwarzenfelds Bürgermeister Manfred Rodde würde den Schulbetrieb in Kemnath/Fuhrn am liebsten heuer auslaufen lassen. Aus seinem Gemeindebereich stammen nur noch zwei Kinder. Doch sein Kollege Martin Birner will gemäß einem Stadtratsbeschluss die Schüler erst dann "hereinholen", wenn das Gebäude in der Ledererstraße saniert ist. Allerdings nur unter der Voraussetzung, "dass in Kemnath die Schülerzahlen stimmen".

Unabhängig von der weiteren Entwicklung verabschiedeten die beiden Bürgermeister den Etat 2013, der im Verwaltungshaushalt 105 000 Euro ausweist. Die 21 000 Euro aus dem Vermögenshaushalt will der Träger in Sicherheitsreparaturen investieren, sollte der Betrieb über den September hinaus weitergehen. Die Sporthalle bleibt für den Schulbetrieb geschlossen. Zum Turnen fahren die Kinder nach Schwarzhofen.

Beförderung kostet mehr

Die Schulbusbeförderung kostete dem Schulverband bislang 32 000 Euro im Jahr und erhöht sich nun auf 33 500 Euro, nachdem die beiden Bürgermeister einem Antrag der beiden beauftragten Transportunternehmen auf Erhöhung zugestimmt hatten.
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