16.07.2008 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Kindergarten Sankt Josef schließt Jahresthema mit Besuch im "Erfahrungsfeld der Sinne" ab: Mit Fingern durchs Hochbeet wühlen

Das Jahresthema "Erde" prägte heuer das Spielen und Lernen im Kindergarten Sankt Josef. Leben im Boden entdecken, Erde fühlen und riechen, Bodenproben untersuchen - die Kinder waren mit Begeisterung bei der Sache. Zum Abschluss des Jahres stand nun ein Familienausflug nach Nürnberg zum "Erfahrungsfeld der Sinne" auf dem Plan.

von Redaktion OnetzProfil

Nach der Anreise mit Auto, Zug oder Bus warteten auf der Wördher Wiese und im Dunkelbereich des Hirsvogelbunkers 80 Stationen auf die Besucher. Schon im Vorfeld wurden alle Kindergarten- und Hortkinder auf die fünf Sinne und die Thematik "Erde" eingestimmt und Lieder, Bewegungsspiele und Fingerspiele eingeübt.

Wandertuch mit Logo

Zum Einstieg begrüßten sich die Kleinen mit dem Lied "Wir wollen mit allen Sinnen, den neuen Tag beginnen" und erhielten danach als Erkennungszeichen ein blaues "Wandertuch", auf dem das Kindergarten-Logo aufgebügelt war. Dann ging's los zum munteren Erfahrungen sammeln: Gleich im Eingangsbereich begrüßte die Familien ein schwimmender Globus, ein riesiger Welt-Kugelbrunnen aus Granit.

Passend zum Jahresthema, konnte an mehreren Stationen erforscht werden, was so alles im Boden kreucht und fleucht. Beispielsweise durfte in einem Zelt in lockerer Hochbeet-Erde gewühlt werden, wobei die Kinder und Eltern auf Regenwürmer und verschiedenste Käfer stießen. Die kleinen Krabbler durften mit der Lupe betrachtet werden.
Im "Gewürzbasar" wurde die Herkunft, Vielfalt und Kostbarkeit ausgewählter Gewürze dargestellt und so mit allen Sinnen erfahrbar gemacht. In der Brotbackstation durften die Familien selbst Hand anlegen. Kinder und Eltern erlebten hautnah, wie aus Körnern Mehl und aus Mehl Brot entsteht. In der Afrika-Station wurde aus Erdnüssen Erdnussbutter gemacht. Und beim Probieren der selbst zubereiteten Sachen, kam dann der Geschmackssinn zum Einsatz.

Erwachsene und Kinder gleichermaßen waren danach im sogenannten Hirsvogelbunker gefordert. Aufregend für alle war dort das stockfinstere Dunkelcafé und der Dunkelgang, der von vielen Teilnehmern große Überwindungskraft forderte. Im Café wurden die Familien von blinden Erwachsenen bedient und für die Sehenden war es nicht immer leicht im Dunkeln zu trinken und zu essen. Später führten Blinde die Teilnehmer durch den Dunkelgang. Aufgabe dabei war es, Gegenstände an den Wänden der auf Tischen zu ertasten und zu benennen. In diesem Bereich konnten alle erleben, was es bedeutet blind zu sein. Eine etwas andere Erfahrung, aber eine sehr Wichtige und Wertvolle.
Im Klangraum durften mit Musik- und Klanginstrumenten aus den unterschiedlichsten Ländern, viele bekannte, aber auch fremde Klänge erzeugt und gehört werden. Besonders wohl fühlten sich die Kinder bei den warmen Temperaturen im Wasserbereich. Spielerisch konnten Sie dort mit riesigen Wasserrädern den Wasserkreislauf erkunden.

Intensive Erfahrungen

Im Erfahrungsfeld der Sinne erlebten die Familien, wie vielseitig die Erde dargestellt werden kann. Zum einen als Weltkugel, zum anderen als Boden, in dem es wächst und gedeiht und in dem es sich regt und bewegt. Für die Kinder, aber auch die Erwachsenen, waren diese Erfahrungen besonders intensiv und sicher langanhaltend, da sie mit ihren fünf Sinnen alles hautnah erlebten.

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