13.07.2004 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Leistungsbilanz: "Nur Zahlen nützen nichts"

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Draußen blitzte und donnerte es, drinnen grollten die Stadträte. Bei der Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses wollten die heftigen Diskussionen um die jährliche Leistungsbilanz kein Ende nehmen. Auf 13 DIN-A-4-Seiten hatte Bauhofleiter Hans Reiml alle Einsatzbereiche des Stadtbauhofes mit den dazugehörigen Kosten, aufgeteilt in Personal- und Fahrzeugkosten, aufgelistet.

Dem Gremium war dies jedoch zu wenig transparent. "Diese Bilanz muss man anders aufschlüsseln", kritisierte Klaus Zeiser. "Die blanken Zahlen nützen uns nichts." Daraus gehe nicht hervor, wie viele Bänke beispielsweise repariert worden sind oder wie viel Fläche Rasen gemäht wurde. "Wie soll ich das machen?", stellte Hans Reiml die Frage. "Dann sitze ich jeden Tag bis 19 Uhr im Büro." Er habe keine Chance, noch mehr aufzuschlüsseln. Einen Großteil der Verwaltungsarbeit erledige er sowieso in seiner Freizeit. Nach zahlreichen Wortmeldungen machte Bürgermeister Wolfgang der Diskussion ein Ende. "Wir werden das nächste Mal erste Schritte in die richtige Richtung lenken."

Lohnt sich der Spielplatz in der Söltlstraße noch oder soll er geschlossen werden? Diese Frage versuchten die Mitglieder des Hauptverwaltungsausschusses zu klären. Da dies niemand mit 100-prozentiger Sicherheit beantworten konnte, erklärte sich Johann Dorrer bereit, den Spielplatz regelmäßig zu beobachten. Erst dann solle über den Fortbestand entschieden werden.

Der vergangene heiße Sommer hat dem 1. FC Neunburg eine saftige Wasserrechnung beschert. Rund 1500 Euro hat es gekostet, den Rasen am Fußballplatz zu bewässern. Um dem künftig vorzubeugen, plant der Verein das Wasser aus der Schwarzach zu entnehmen. Doch die Kosten für diese Beregnungsanlage sind hoch. Insgesamt fallen für Pumpe, Kabel, Rohrleitung und Bauarbeiten zirka 20 000 Euro an. Außerdem kämen laufende Strom- und Wartungskosten dazu. "Das steht in keinem Verhältnis zu den Wasserkosten", so die Meinung aller. Außerdem sei im Haushalt 2004 kein Geld dafür vorgesehen.

Schließlich fand der Vorschlag von Herbert Lober allgemeine Zustimmung. Der FC solle auf seinem Gelände einen Brunnen graben. Das käme billiger.

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