14.05.2004 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Neue Berechnung für Niederschlagswassergebühren Bei Teer wird's teuer

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Was der Stadtrat im November beschlossen hat, soll jetzt umgesetzt werden. Der Werkausschuss stimmte am Mittwoch abend dem Konzept der Stadtwerke zu, dass die Marschroute für die Berechnung der neuen Niederschlagswassergebühren vorgibt. Die neue Regelung soll rückwirkend ab 1. Januar 2004 gelten.

Bisher sind die Abwassergebühren nach dem Frischwassermaßstab erhoben worden. Das heißt, alle Kosten für die Ableitung und die Reinigung des Schmutzwassers sowie für die Ableitung des Niederschlagswassers wurden zusammen auf der Grundlage des verbrauchten Trinkwassers in Rechnung gestellt.

Nach dem aktuellen Stand der Rechtsprechung und aus Gründen der Gebührengerechtigkeit ist es notwendig geworden, die bisher einheitliche Abwassergebühr in eine Schmutz- und Niederschlagswassergebühr zu spalten. "Städte wie Landshut, Regensburg oder München praktizieren dies schon seit Jahren", führte Willi Meier, Leiter der Stadtwerke, vor dem Gremium aus. "Wer viele versiegelte Flächen hat, zahlt mehr."

Ein normaler Hausbesitzer dagegen dürfte mit der neuen Gebührenordnung besser fahren als zuvor. Um den genauen Betrag zu ermitteln, wird die angeschlossene versiegelte Fläche mit dem so genannten Abflussbeiwert multipliziert.

Dafür setzt die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft folgende Werte fest: Dachflächen 0,90, wasserundurchlässige Befestigungen (Teer, Asphalt, Fliesen, Außentreppen) 0,90, teilweise wasserdurchlässige Befestigungen (Pflaster- oder Plattenbeläge mit offenen Fugen, Rasengitterstein, Kies oder Schotter) 0,50, angeschlossene Grünflächen 0,05.

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