Neunburger Ministranten erleben tolle Pilger-Tage in Rom - Pfarrer Stefan Wagner als Stadtführer
Zwischen Capitol und Petersdom

Lokales
Neunburg vorm Wald
16.08.2014
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Vom "Blind Date" mit litauischen Messdienern über eine Audienz mit Papst Franziskus bis hin zur Rom-Tour mit Stadtpfarrer Stefan Wagner: Ereignisreiche Tage erlebten 39 Jugendliche der Pfarrei Sankt Josef bei der deutschen Ministrantenwallfahrt in der Ewigen Stadt.

Auch wenn die Abfahrt um 4 Uhr morgens nicht gerade "feriengemäß" war, ließen sich die 39 Messdiener und ihre 8 erwachsenen Begleiter nicht die Ausflugslaune verderben: Für insgesamt sechs Tage ging es vom 3. bis 8. August tausend Kilometer nach Süden: In Rom trafen sich zur deutschen Ministrantenwallfahrt "Frei" über 50 000 junge katholische Ehrenamtliche, die sonst zwischen Hamburg und dem Alpenrand ihren Dienst am Altar verrichten.

Mit Musik aus Neunburg

Pfarrer Stefan Wagner, selber Rom-Fan und Kenner aller touristischen Highlights ließ es sich nicht nehmen, die Delegation aus Neunburg selbst durch die wichtigsten Wallfahrtskirchen und Plätze der Ewigen Stadt zu führen. Das Wallfahrtsprogramm des Bischöflichen Jugendamts bot den jungen Teilnehmer zunächst einen Eröffnungsgottesdienst in Sankt Paul vor den Mauern, für die Predigt war eigens Diözesanbischof Rudolf Voderholzer angereist. Musikalische Unterstützung erhielt der Regensburger Oberhirte von dem Neunburger Jürgen Zach und seiner Gruppe "Musica e vita".

Höhepunkt der Wallfahrt war eine rhythmische Vesper mit anschließender Papstaudienz. Der Heilige Vater nahm sich für die jugendlichen Pilger rund anderthalb Stunden Zeit. Die Neunburger Minis konnten den römischen Oberhirten live erleben und beim Vorbeifahren im Papamobil filmen und fotografieren. Inmitten allen Spektakels erinnerte Papst Franziskus die jungen Zuhörer an die Aufgabe, den weltweiten Kriegen und Auseinandersetzungen eine "Zivilisation der Liebe" entgegen zu leben.

Spannend bis zum Schluss blieb der "Blind Date" - ein Treffen mit Ministranten aus Litauen und den Diözesen Magdeburg und Freiburg. Dort zeigte man sich von der Oberpfälzer Schlagfertigkeit durchaus beeindruckt.

Heißer Sandstrand

Ein Badevormittag in Ostia am heißen Sandstrand, bei dem die bayerischen Füße glühten und ein Intensiv-Nachmittag in den römischen Einkaufsstraßen mit "Power-Shopping" und "Cappuccino-Drinking" kamen den jugendlichen Bedürfnissen sehr entgegen. Ausgezeichnet empfanden die Minis auch ihre Unterkunft: In einem Vier-Sterne-Hotel vor den Toren der Stadt gab es ausreichend Essen, gute Betten, klimatisierte Zimmer und vor allem am Abend reichlich Wasser zum Duschen.

Beim Abschlussgottesdienst in der Lateranbasilika konnten es die Teilnehmer fast nicht glauben, dass ihre römische Woche auch schon wieder vorbei war. Freilich träumte der eine oder andere nach einer Woche italienischer Kost im Bus bereits wieder von einer Leberkässemmel.
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