28.04.2004 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Oberstleutnant Robert Freiberger zieht beim Bataillonsappell Bilanz - Nicht nur im Kosovo ... "Vorteile der Region sachlich darstellen"

von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Soldaten der Pfalzgraf-Johann-Kaserne sind nicht nicht nur im Kosovo gefordert. Obwohl die Vorbereitungen für den Auslandseinsatz auf dem Balkan im Vordergrund standen, berichtete Bataillonskommandeur Oberstleutnant Robert Freiberger beim Verabschiedungsappell von den Aufgaben und Aktivitäten im ersten Quartal.

Dazu gehörte der Besuch beim österreichischen Partnerbataillon in Baden bei Wien, wo eine Abordnung an einem Grenzeinsatz an der ungarischen Grenze teilgenommen hatte. Außerdem mussten über mehrere Wochen hinweg US-Liegenschaften bewacht werden. Der größte Kraftakt sei laut Freiberger die technische Materialprüfung für die Hälfte aller Fahrzeuge gewesen. "Unter schwierigen Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, ein hervorragendes Prüfergebnis zu erzielen. Eine förmliche Anerkennung gab's deswegen für Major Hannemann und Hauptfeldwebel Töfflinger aus.

Bevor sie ihren Dienst im Kosovo verrichten werden, beförderte Oberstleutnant Freiberger die drei Soldaten Oberfeldwebel Bucher, Feldwebel Ritter und Stabsunteroffizier Rupprecht. Aus dem aktiven Dienst verabschiedete der Kommandeur Oberstabsfeldwebel Bezold. Er kam im Juli 1971 zur Bundeswehr, war zunächst in Oberviechtach und wurde 1978 als Berufssoldat übernommen. Die letzten Monate seiner Dienstzeit verrichtete er in Neunburg.

Oberstleutnant Robert Freiberger sprach auch die Herausforderungen für alle "Daheimbleiber" an. Dazu gehört eine 14-tägige Ausbildung im Juni in Grafenwöhr, der Abschluss der Grundausbildung der 5. Batterie mit einem Gelöbnis in Lam. Die 4. Batterie wird bis in den Juni weitere Soldaten in Wildflecken ausbilden. Danach steht im September ein Truppenübungsplatzaufenthalt auf dem Programm.

Im Rahmen der Offiziersweiterbildung findet eine computergestützte Übung im SIRA-Ausbildungsstützpunkt in Hammelburg statt. Im Mai kommen 25 Lehrgangsteilnehmer nach Neunburg, die hier ihre 21-monatige Ausbildung zum IT-Systemelektroniker beginnen. Freiberger lobte das Vorbereitungsteam mit Leutnant Gammel und Hauptfeldwebel Rössler. Im September sollen weitere 75 Teilnehmer hinzu kommen. "Dies wird eine besondere logistische Herausforderung für uns alle", sagte er.

Freiberg sprach die künftige Gliederung des Heeres an. Ob die Panzerbrigade 12 überleben werde, könne heute noch niemand mit Sicherheit sagen. "Daher gilt es gelassen zu bleiben und die Vorteile der Region und deren Standort sachlich immer wieder darzustellen", so der Kommandeur.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.