16.01.2004 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Panzerartilleriebataillon muss ohne Leistungsträger auskommen - 140 Gäste beim Neujahrsempfang Einsatz im Kosovo fordert alle Kräfte

"Wir haben uns in der deutschen Artillerie einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet", bemerkte Oberstleutnant Robert Freiberger stolz. Der gestrige Neujahrsempfang von Stadt und Panzerartilleriebataillon 115 läutete für die Soldaten anstrengende Monate ein: Ab Mai geht's auf NATO-Einsatz in den Kosovo.

von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Das prächtige Ambiente des Schlosssaals bildete zum zweiten Mal den Rahmen für diese Traditionsveranstaltung. 140 Gäste aus den vielfältigsten Bereichen der Gesellschaft, aber auch dem militärischen Sektor, stießen mit Kommandeur Freiberger und Bürgermeister Wolfgang Bayerl auf ein neues Jahr an.

Das Jahr 2003 sei besonders reich an Vorhaben gewesen, erinnerte der Standortälteste in seiner Ansprache. Ein "Jahr der Umgliederung" sei erfolgreich bewältigt worden: Die Privatisierung der Kleidungskammer, die Umwandlung der fünften Batterie sowie den Verlust des Instandsetzungszuges nannte er als Eckpunkte.

Damit richtete der Kommandeur seinen Blick auf das neue Jahr: "Es wird uns wieder bis an die Leistungsgrenze fordern", glaubte er. Denn im Mai werden 150 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften für sechs Monate auf den Balkan verlegt. Die umfangreiche Vorbereitung für den NATO-Einsatz laufe seit November. Eine besondere Herausforderung auch für die "Daheimgebliebenen": Da allesamt "Leistungsträger des Verbandes" (Freiberger) in den Kosovo abrücken, müssen Stab und Einheiten mit der Hälfte des Führungspersonals ihre Aufgaben bewältigen. Weiterhin erhalten bleibt der Wachauftrag für die US-Liegenschaften in Vilseck.

Bürgermeister Wolfgang Bayerl bezeichnete diesen Empfang als einen Beleg für die "gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit" zwischen Soldaten und Bürgern. Denn mit den Jahren sei die Bundeswehr ein lebendiger Teil der Stadt und des gesellschaftlichen Lebens geworden. "Wir gehören zusammen, sind glücklich darüber, Bundeswehrstandort zu sein und wollen das auch noch lange bleiben", unterstrich das Stadtoberhaupt.

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