Stadtrat Dr. Richard Wagner nimmt Festspiel-Schirmherrschaft an - "Besondere Auszeichnung"
Seit Jahren Fan des "Hussenkrieg"

Der Schirmherr ist für den 31. Festspielsommer gerüstet: Als Zeichen seines Patronats hat Stadtrat Dr. Richard Wagner (Mitte) Streitkolben und Schirm erhalten. Bürgermeister Martin Birner und Festspiel-Vorsitzender Helmut Mardanow (rechts) freuten sich über seine Zusage.
Lokales
Neunburg vorm Wald
29.04.2013
11
0

Für Dr. Richard Wagner geht ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: "Eigentlich wollte ich schon immer aktiv beim Festspiel mitwirken", bekannte er. Nun wird der Traum wahr; zwar nicht auf der Bühne, doch als Schirmherr übernimmt der CSU-Stadtrat doch eine Art Hauptrolle im 31. Festspielsommer "Vom Hussenkrieg".

Mit Dr. Wagner hat erstmals ein Neunburger Stadtrat das Patronat über das Festspiel inne. Zum Auftakt des offiziellen Schirmherrnbittens am Samstag holte eine hussitische Delegation Richard Wagner und Gattin Marga am Wohnhaus im Neflinger Weg ab. Kutscher Robert Zimmermann hatte zwei Haflinger vor den Kampfwagen gespannt und fuhr mit dem designierten Schirmherrn und seiner Gemahlin durch die Stadt.

Der offizielle Akt ging im Burghof vor einer großen Ensemble-Abordnung über die Bühne. Zur Antragung der Schirmherrschaft hieß Helmut Mardanow, Vorsitzender des Festspielvereins, auch Ehrenvorsitzenden Theo Männer sowie Altbürgermeister und Ehrenhussit Wolfgang Bayerl willkommen. Der besondere Gruß galt aber Dr. Wagner samt Familie: Mardanow sah den Mediziner und "bekennenden Hussenkrieg-Fan" hervorragend als Schirmherr geeignet. Dieser habe das Stück schon mehrere Mal gesehen und sich immer wieder begeistert gezeigt.

Für die Stadt Neunburg als Festspiel-Veranstalter sprach Bürgermeister Birner die offizielle Bitte auf Übernahme der Schirmherrschaft aus. Noch nie zuvor sei ein Schirmherr im Kampfwagen durch die Stadt gefahren worden, schon das bringe die Wertschätzung der Festspieler gegenüber Dr. Wagner zum Ausdruck.
"Ich nehme die Schirmherrschaft gerne an", erklärte Dr. Richard Wagner unter dem Applaus der Anwesenden. Als Neunburger sehe er dieses Amt als "besondere Auszeichnung und Aufgabe" an. Schon immer habe er sich gewünscht, beim "Hussenkrieg" mitspielen zu können. Allerdings verhinderte im ersten Festspieljahr 1983 das Studium und später sein berufliches Engagement die Karriere als Burgschauspieler.

Seit 1995 seien er und seine Gattin regelmäßig Zuschauer. Das Festspiel habe sich mit den Jahren zu einem Meisterwerk entwickelt, würdigte Wagner den hohen künstlerischen Wert der Inszenierung und die darstellerische Leidenschaft der Spieler. Er versprach, dem Ensemble mental zur Seite zu stehen und sich um gutes Wetter zu bemühen. "Das Festspiel soll wachsen, blühen und gedeihen", wünschte er zum Abschluss.

Zum Zeichen des Patronats überreichte Bürgermeister Birner die Replik eines hussitischen Streitkolbens und einen Schirm an Dr. Wagner. Festspiel-Chef Mardanow schenkte eine handgemalte Schirmherrn-Krawatte, einen "Hussenkrieg"-Wimpel für den Schreibtisch und eine mit dem Festspiel-Reiter bestickte Decke für kältere Aufführungen. Bevor auf den Schirmherrn 2013 im "Hussitenkeller" angestoßen wurde, verdeutlichten Helmut und Beate Mardanow in einer kurzen Szene, wie wichtig auf der Burg ein "Medicus" angesichts vieler Verletzter und Verwundeter im Stück ist. Als Schirmherr und Zuschauer könne Dr. Wagner als Ersthelfer einspringen, außerdem sei er ein wichtiger Fürsprecher für den "Hussenkrieg" im Stadtrat.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.