24.03.2004 - 00:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Stehende Ovationen für das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr - 450 Zuhörer sind begeistert Traumreise durch die Welt der Musik

Das vielköpfige Publikum erlebte eine musikalische Traumreise: Das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr servierte am Montag in der Stadthalle einen Hochgenuss aus Klassik-, Musical- und Filmmelodien, aber auch traditioneller Militärmusik.

von Christof FröhlichProfil

Zum Auftakt der Konzerttournee feierten 450 begeisterte Zuhörer dieses großartige sinfonische Blasorchester mit stehenden Ovationen. Der Chef des Ausbildungsmusikkorps und Dirigent, Oberstleutnant Robert Kuckertz, führt sein Orchester mit viel Leidenschaft zu musikalischen Höchstleistungen. Gleichzeitig bildet die diesjährige Tournee auch einen Prüfstein für die jungen Musiker, die nach vierjähriger Ausbildung damit auch eine gewisse "Reifeprüfung" vor dem Publikum ablegten und - dies sei vorweg gesagt - mit viel Bravour bestanden.

Mit dem "Viktorienmarsch" von Emil Neumann gelang ein hervorragender Auftakt, der sich mit der geheimnisvoll beginnenden Ouvertüre zur Oper "I vespri siciliani" von Guiseppi Verdi fortsetzte. Der musikalische Krimi steigerte sich in ein klangliches Inferno und ließ gleich zu Beginn das hervorragende Können des Klangkörpers in vielen Variationen aufblitzen.

Auch eine stattliche Anzahl von Musikerinnen und Musikern aus Bayern gehört dem Orchester an. Dies war Anlass genug mit dem "Parademarsch der Königlich Bayerischen Grenadiergarde" auch ein Vorzeigestück bayerischer Musikgeschichte ins Repertoire aufzunehmen und mit Schwung und Schmiss darzubieten. Mit Leutnant Christian Prchal übernahm bei den "Slawischen Tänzen" ein "MilMuOA" (Militärmusikoffiziersanwärter) den Dirigentenstab, der in Kürze seine Offiziersprüfung ablegt und dann offiziell berechtigt, den Dirigentenstab führen darf. Seine Feuertaufe in der Stadthalle bestand er jedenfalls hervorragend.

Schwung und Schmiss

Zur "Flieger-Fanfare" von Hans Felix Husadel postierten sich die Bläser ganz in Publikumsnähe und schmetterten herrliche Fanfarenklänge in die Gehörgänge. Unheimlich und mit rasanten Temposteigerungen vor der Pause die "Saga-Candida", mit sieben Impressionen einer Hexenverfolgung mit der ein schreckliches Kapitel der Kirchengeschichte musikalisch aufbereitet wurde. Mit Schwung und Schmiss ging der Klangkörper auch nach der Pause mit "Semper Fidelis" gleich in die Vollen.

"Filmpalast" Stadthalle

Nach der Ouvertüre zum Musical "Candide" bei dem vieles von der Persönlichkeit Leonard Bernsteins zu spüren war, folgte mit "Movie Heroes" einer der absoluten Höhepunkte, bei dem sich die Gäste regelrecht im "Stadthallen-Filmpalast" wähnten, denn auf einer großen Leinwand sahen sie die großen Filmhelden wie Harry Potter, Sean Connery als Agent 007 oder Robin Hood, wozu die passenden Filmmelodien erklangen.

Mit einschmeichelnden Melodien von Gilbert Becaud und einem "An Ellington Festival" neigte sich das Konzert seinem Ende zu, dass mit "Hussa! Horrido" seinen schmissig militärischen Abschluss fand. Zu rauschendem Beifall und stehenden Ovationen legten die Musiker einige Zugaben wie dem "Jäger aus Kurpfalz" oder dem "Radetzky-Marsch" drauf, womit ein herrlicher Musikabend seinen krönenden Abschluss fand.

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