05.03.2018 - 11:56 Uhr
Neunburg vorm Wald

Ab September zusätzliche Gruppe im Gerhardinger-Haus Mehr Plätze im Kindergarten

Das Thema Kinderbetreuung steht für die Stadt Neunburg weiter ganz oben auf der Agenda. Im September soll im Theresia-Gerhardinger-Haus eine weitere Kindergartengruppe öffnen. Der nötige Umbau soll keine 100 000 Euro kosten.

Dieser Bereich im Erdgeschoss des Theresia-Gerhardinger-Hauses wird für die neue Kindergartengruppe umgebaut. Architekt Michael Steidl (rechts) erläutert Leiterin Schwester Christine Gindhart und Bürgermeister Martin Birner die Planungen. Bild: Mardanow
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

(mp/bl) Der Stadtrat hat bei seiner jüngsten Sitzung grünes Licht gegeben für eine neue Kindergartengruppe mit 25 Plätzen im Theresia-Gerhardinger-Haus. Bürgermeister Martin Birner verwies auf die wachsende Einwohnerzahl der Stadt, die sich auch auf den Bedarf an Kindergartenplätzen niederschlage. Lediglich der Bedarf an Hortplätzen sei aufgrund der Etablierung der Ganztagsschule etwas zurückgegangen.

Bedarf schnell prüfen

Für die Zukunft werde man die Zahlen weiter beobachten, um herauszufinden, ob man noch eine zusätzliche Gruppe brauche. Erfreut über so viel Nachwuchs in Neunburg zeigte sich SPD-Stadträtin Margot Weber. Für eine schnelle Prüfung des Bedarfs plädierte Verena Binder (CSU): "Für viele Eltern ist es eine Hiobsbotschaft, wenn es heißt ,der Platz kann nicht gewährt werden'."

"Zu Anfangs des Jahres haben wir einen großen Bedarf an Kindergartenplätzen festgestellt", erläuterte der Bürgermeister die Notwendigkeit bei einem Ortstermin am Montag. In der Folgezeit habe sich das vom Orden der Armen Schulschwestern betriebene Theresia-Gerhardinger-Haus bereit erklärt, eine weitere Gruppe aufzunehmen. Das Projekt könnte relativ schnell über die Bühne gebracht werden, nachdem lediglich Umbauten im Bestand vorgesehen seien - schon ab September sollen Buben und Mädchen in der neuen Gruppe spielen und lernen.

Schülerhort zieht um

Wie Architekt Michael Steidl erläuterte, sollen für die 25 geplanten Kindergartenplätze mehrere Räume im Erdgeschoss umgenutzt werden. Diese werden, so verdeutlichte Einrichtungsleiterin Schwester Christine Gindhart, derzeit noch vom Schülerhort belegt. Beim Umbau für die Nutzung durch die Vorschulkinder soll ein Gruppen- sowie ein Intensivraum entstehen. Als aufwendigste Teilmaßnahme erwartet der Architekt den "größengerechten" Umbau der Sanitäranlagen. Zum derzeitigen Planungsstand schätzt Steidl, dass das Vorhaben weniger als 100 000 Euro kosten wird - "wir werden wohl deutlich drunter liegen".

Die bisherigen Räume des Schülerhorts werden ins Dachgeschoss des Theresia-Gerhardinger-Hauses umziehen. Für die dafür nötigen Arbeiten wird mit Kosten um die 30 000 Euro gerechnet; darunter der Einbau einer Küchenzeile sowie Umbauten für Hausaufgaben- und Gruppenräume sowie Mehrzweckraum. Vom pädagogischen Konzept her sei es ohnehin besser, gab Schwester Christine zu verstehen, wenn Hort- und Schulkinder räumlich in einem Bereich untergebracht sind.

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