15.04.2018 - 18:30 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Stadtrat gibt grünes Licht für Machbarkeitsstudie Sportzentrum auf dem Prüfstand

Auf die Schubkraft einer Idee baut der Stadtrat: "Sportzentrum" heißt das Projekt, das nun auf seine Machbarkeit hin geprüft werden soll. Nebenbei kommt da auch ein Kunstrasen ins Gespräch.

Keineswegs nur der FC ist gefordert, wenn jetzt der Bedarf für ein Sportzentrum abgesteckt wird. So mancher wittert da eine Chance, in Neunburg einen Kunstrasenplatz zu installieren, an dem dann bald auch ein solches Fähnchen flattern könnte. Bild: Bugl
von Monika Bugl Kontakt Profil

Der Antrag für die Machbarkeitsuntersuchung kam eigentlich von der CSU, stieß aber bei allen Fraktionen auf offene Ohren. Eine Fehlinvestition vermeiden, eine optimale Lösung finden und einen Entscheidungsvorschlag formulieren: So lauten die Ziele der vorgeschlagenen Studie. Bedarfsanalyse, Raum und Flächenprogramm einschließlich Standortfrage, organisatorische und rechtliche Fragen prüfen, potenzielle Investoren abklären und die wirtschaftliche Nutzung eine Kunstrasenplatzes ausloten - auf all diese Themen soll dabei ebenfalls eingegangen werden.

In einer Besprechung hat sich der FC Neunburg bereit erklärt, sich mit bis zu 170 000 Euro an Eigenmitteln und Eigenleistungen am Projekt zu beteiligen. "Es geht uns darum, eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, damit etwas voran geht", argumentierte Klaus Zeiser (CSU). "Super", lobte SPD-Stadtratskollege Erich Schmid den Vorstoß und fügte hinzu: "Auf einen Kunstrasenplatz warten wir alle." Zur Eile bei der Umsetzung drängte Sportbeauftragter Herbert Wartha (SPD), der auch eine Vermietung des Kunstrasenplatzes in Betracht zog.

Als "wichtigen Faktor für die Attraktivität der Stadt" stufte CSU-Stadtrat Richard Wagner ein Sportzentrum ein und stellte klar, dass dies nicht nur den FC, sondern alle Vereine betrifft. Er appellierte deshalb an alle Verantwortlichen, bei der Trägerschaft einen Konsens zu finden. Dass es keineswegs nur um eine Heimstatt für den FC geht, untermauerte auch Bürgermeister Martin Birner, der sich die Entstehung des Zentrums eher in einem langfristigen Prozess vorstellt: "Das muss reifen." Dem pflichtete auch Verwaltungsleiter Peter Hartl bei: "Der Standort muss entwicklungsfähig sein."

"Wir sind dabei, dem Ruf als Stadt der Gutachten und Machbarkeitsstudien gerecht zu werden", kritisierte hingegen Walter Drexler (Freie Wähler), der eine Abklärung mit den Vereinen vorgezogen hätte. Nachdem sowohl Birner als auch Hartl deutlich machten, dass die Studie vor allem Aufgabe der Verwaltung sein soll und nur bestimmte Punkte mit externen Fachleuten abgeklärt werden sollen, fiel das Votum zugunsten eines Sportzentrums einstimmig aus. Das Ergebnis soll bis Mitte 2019 als Entscheidungsgrundlage vorliegen.

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