13.10.2017 - 14:16 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Stadtrat leitet Umgestaltung für Oberaschau ein Dorfplatz statt Weiher

Im Stadtteil Oberaschau sind die Tage des Dorfweihers gezählt. Der Stadtrat strebt die Umgestaltung zum Dorfplatz an. Fast eine halbe Million Euro lässt sich die Stadt den Ausbau der Ortsstraße "Am Sonnenschein" kosten.

Der Dorfweiher in Oberaschau soll trockengelegt und im Zuge des Ausbaus der Ortsstraße in einen Platz umgewandelt werden. Bild: Mardanow
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Ohne Gegenstimme hat der Stadtrat am Donnerstag die Weichen für die Sanierung der Ortsstraße und die Neugestaltung des Dorfplatzes im Gemeindeteil Oberaschau gestellt. Wie Bürgermeister Martin Birner in der Sitzung informierte, soll auf dem Weg zur neuen Ortsansicht der bisherige Dorfweiher "eventuell aufgegeben" werden.

Aus den Fraktionen kam grundsätzliche Zustimmung für das Projekt. Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl berichtete von einer Ortsbegehung des CSU-Ortsverbandes; danach sei es den Anwohnern wichtig, dass die Pflege einer künftig vorgesehenen Bepflanzung die Stadt übernimmt. Ebenso sei der Ausbau der Ortsstraße bis hin zur Zimmerei Bauer auf eine Breite von fünf Metern auf dem Wunschzettel gestanden. Für die Freien Wähler befürwortete Martin Scharf, "dass wir hier einen guten Zustand schaffen". Für seinen Fraktionskollegen Johann Eckl könne "der Dorfweiher ohne weiteres zugeschüttet werden" und hier eine Rasenfläche entstehen. Nachdem ausreichend Hydranten vorhanden seien, werde das Gewässer nicht mehr zur Löschwasserversorgung benötigt.

Für die Maßnahme sind seitens der Stadtverwaltung - nach einer ersten Schätzung - Nettobaukosten von 300 000 Euro veranschlagt. Den Planungsauftrag vergab der Stadtrat an das Neunburger Ingenieurbüro Weiß. Im Angebot sind auch bis fünf Ortstermine mit den Bewohnern oder im Stadtrat enthalten. Zur Finanzierung strebt die Verwaltung an, eine Förderung aus dem Programm "Dorferneuerung - Kleine Infrastruktur" des Amts für ländliche Entwicklung zu ergattern; rund 40 Prozent Zuschuss seien hier in Aussicht. Dazu müsse die Planung in enger Abstimmung mit Bewohnern, Stadt und Amt erarbeitet und ein Katalog mit verschiedenen Kriterien erfüllt werden.

Im Stadtgebiet ist das nächste Straßenbauprojekt im Anrollen: Einstimmig hat der Stadtrat die Arbeiten für den Ausbau der Ortsstraße "Am Sonnenschein" an die Firma Schönberger aus Chamerau vergeben. Die Angebotssumme von rund 485 560 Euro lag zwar um knapp 10 Prozent über der Kostenberechnung, allerdings - so teilte die Verwaltung mit - sei dieser Aufschlag auf die aktuelle Baukonjunktur zurückzuführen, die allgemein für ein Plus bei der Preisbildung gesorgt habe.

Von Anfang März bis Ende Juli soll der Ausbau im nächsten Jahr über die Bühne gebracht werden. Der Umfang des Projekts sieht Straßen- und Kanalbau, Wasserleitungsbau sowie den Einbau von Leerrohren vor. Bürgermeister Birner erinnerte daran, dass bei der Planung auf Wunsch der Anlieger auf Bäume und eingefasste Stellplätze verzichtet worden sei. Die Entscheidung über die künftigen Straßenlaternen werde nach einer Beleuchtungsprobe fallen. Birner stellte aber klar, dass sich die Stadt einer Erneuerung der Straßenlaternen aus Umweltschutzgründen nicht verschließen könne und wolle.

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