21.12.2017 - 20:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Verwaltungsgemeinschaft verabschiedet Haushalt für 2018 Einwohner-Minus lässt Umlage steigen

In der Verwaltungsgemeinschaft kann das neue Haushaltsjahr kommen. Ein Volumen von 980 000 Euro weist der Etat aus, den die Gemeinschaftsversammlung einstimmig verabschiedet hat. Die vier Mitgliedsgemeinden müssen 2018 allerdings verstärkt mitfinanzieren - eine Folge sinkender Einwohnerzahlen.

von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Mit der sogenannten VG-Umlage bringen die Gemeinden den nicht gedeckten Finanzbedarf auf. Dieser wird nach dem Verhältnis der Einwohnerzahl bemessen, und diese lag zuletzt bei 4529 - und damit um 10 weniger als noch im Vorjahr. Bei einem Finanzbedarf von 822 000 Euro bedeutet das für die Gemeinden Dieterskirchen und Thanstein sowie die Märkte Neukirchen-Balbini und Schwarzhofen, dass sie pro Einwohner 181,67 Euro Umlage entrichten müssen; rund 1,70 Euro mehr als im Vorjahr.

Erst im Vorjahr aufgestockt

"Die zehn Einwohner weniger machen in etwa 40 Cent aus", erläuterte VG-Vorsitzender Johann Graßl in der Sitzung. Der übrige Umlage-Anstieg sei tariflichen Lohn- und Gehaltserhöhungen geschuldet. Erst vergangenes Jahr war die Umlage für 2017 um 2,30 Euro pro Bürger aufgestockt worden, damals war ein Einwohnerrückgang von 23 verzeichnet worden.

Mit Blick auf das von Kämmerin Martina Held vorgelegte Zahlenwerk, kam Graßl auch auf die hohen Ausgaben für Bürobedarf und das Amtsblatt zu sprechen. Allerdings seien dies "fast Fixkosten", hier könne nahezu nichts eingespart werden. Vorgesehen sind im Etat Ausgaben für das Abschleifen der Parkettböden und eine Fußboden-Erneuerung im VG-Gebäude. Dies hatte zuvor auch der Rechnungsprüfungsausschuss auf seinem Wunschzettel. Insgesamt seien im Vermögenshaushalt heuer Anschaffungen in Höhe von 19 500 Euro vorgesehen.

Als erfreulich wertete Graßl die relativ niedrigen Zinsausgaben, die eine verstärkte Tilgung erlaubten. Da stimmte der Blick in die Zukunft optimistisch: "In nicht einmal zehn Jahren sind wir schuldenfrei." Dann sei das VG-Gebäude in der Kolpingstraße abbezahlt. Er bestätigte seinem Amtsvorgänger Maximilian Beer, dass es die "absolut richtige Entscheidung" gewesen sei, Ende der 1990er Jahre ein neues Domizil zu errichten. Die Haushaltssatzung wurde schließlich einstimmig erlassen; nachdem keine größeren Investitionen anstehen, wollten die Räte auch auf eine Finanzplanung verzichten.

Ehe der neue Haushalt in den Fokus gerückt war, richteten sich die Blicke der Gemeinschaftsversammlung auf die Jahresrechnung 2016. Die örtliche Prüfung ergab lediglich kleinere Erinnerungen, darunter eine übersehene Umbuchung in die Versorgungskassen für Beamte. Für das Prüf-Gremium bedankte sich Bettina Schwab (Neukirchen-Balbini) bei Kämmerin Held für den Einblick in die Unterlagen. Sie machte darauf aufmerksam, dass die Prüfung erstmals online stattgefunden hatte - "ganz ohne Papierbelege". Es sei eine neue Erfahrung gewesen, aber "ganz reibungslos abgelaufen". Auch für Bürgermeister Walter Schauer (Thanstein) hatte sich das neue Verfahren bewährt. Die nötige Entlastung für den VG-Vorsitzenden war im Anschluss reine Formsache.

Konstruktives Miteinander

Die für heuer letzte Zusammenkunft der Gemeinschaftsversammlung nutzte Vorsitzender Hans Graßl, um den Gremiumsmitgliedern für die konstruktive Zusammenarbeit zu danken. Vielfach hätten die Fragen "in der kleinen Bürgermeisterrunde" geklärt werden können. Den Dank der Versammlung gab Bürgermeister Walter Schauer (Thanstein) zurück. Man sei durch Graßl stets gut informiert worden.

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