16.01.2018 - 20:00 Uhr
Neunburg vorm WaldSport

Kreistag in Neunburg Sölch und Held neu an der Spitze

Der Profifußball überlagert alles. Der bayerische Fußball-Chef will sich damit nicht abfinden und macht den Vereinsvertretern in Neunburg vorm Wald Mut.

Bezirksvorsitzender Thomas Graml (links) ernannte Josef Wocheslander (rechts) zum Ehrenkreisvorsitzenden und überreichte ihm die Urkunde. Bild: Hirsch
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Neunburg. Rainer Koch "liebt den Amateurfußball innerhalb der verrückten Welt des Profifußballs". Der Präsident des Bayerischen Fußballverbandes mit 1,5 Millionen Mitgliedern in 4600 Vereinen sieht sich nicht in der Rolle des "ewig Gestrigen", wenn er sich für einen Sport einsetzt, "der sozial integriert und das Ehrenamt stärkt".

Beim Kreistag des Fußballkreises Schwandorf/Cham am Montag in Neunburg vorm Wald hob er die gegenseitige Abhängigkeit des Profi- und des Amateurfußballs hervor. Der Spitzenfußball sei Zugpferd und wirtschaftlicher Förderer, der Amateurbereich die Basis für den Berufsfußball. Den aktuellen DFB-Pokal-Modus will Rainer Koch beibehalten. Die Amateurvereine erhalten künftig als Ausbildungsvergütung 4200 Euro pro Jahr bereits vom 6. Lebensjahr eines Spielers an, wenn dieser den Sprung ins Profilager schafft. Dafür stellen die Profi-Ligen im Jahr vier Millionen Euro zur Verfügung.

Verband voll im Trend

Der Präsident weiß um den Zuschauerschwund im Amateurbereich und setzt auf die Relegationsspiele zum Auf- und Abstieg am Ende der Saison. Mit Hin- und Rückspiel will er noch mehr als die 246 000 Zuschauer anlocken, die zuletzt die Qualifikation sehen wollten. Mit dem doppeldeutigen Slogan "Den Ball ins Netz" wirbt der Verband für das Fußballspiel auf dem Rasen und in den sozialen Netzwerken gleichermaßen. Die BFV-App sei inzwischen auf 400 000 Smartphones installiert, so Koch. Auch beim Live-Ticker, dem Video-App und dem grafischen Fenstersystem "Widget" liege der Verband voll im Trend. "Wir haben eine attraktive Sportart mit einer guten Zukunft", rief der Präsident den Vereinsvertretern zu.

Vereine müssen zahlen

BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher eröffnete den Delegierten, dass der Verband seinen 19-Millionen-Etat um jährlich 1,5 Millionen Euro aufstocken müsse, um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Ein 30-köpfiger Arbeitskreis habe ein Konzept entworfen, woher das Geld kommen soll. Ein Drittel sollen die Vereine über zusätzliche IT-Gebühren (120 Euro zusätzlich pro Jahr und Verein) beisteuern, ein Drittel soll die Erhöhung der Individualgebühren für die Trainerausbildung erbringen, und den Rest will der Verband über Zuschüsse und Eigenbewirtschaftung beschaffen.

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