08.05.2017 - 11:32 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Berufsschule feiert 60-jähriges Bestehen mit Festakt und Tag der offenen Tür Leuchtturm beruflicher Bildung

Mit vielen Gratulanten feierte die Berufsschule ihren 60. Geburtstag. Die einstige land- und hauswirtschaftliche Kreisberufsschule hat sich zu einem bayernweiten Ausbildungszentrum für grüne Berufe entwickelt. Hier werden aber nicht nur Wissen und Können vermittelt.

von Udo WeißProfil

Das 60-jährige Bestehen der Schule wurde am Sonntagvormittag mit einem Festakt begangen. Oberstudiendirektor Ralf Bormann, Leiter des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller Schwandorf, hieß an der Neunburger Außenstelle eine Vielzahl an Ehrengästen willkommen, darunter auch den langjährigen Schulleiter Heinz Figulla sowie Repräsentanten des Bayerischen Bauernverbandes, angeführt von Bezirkspräsident Josef Wutz. Auch zahlreiche externe Partner aus den Bereichen Forstwirtschaft und Landwirtschaft, die an der Ausbildung der jungen Leute mitwirken, nahmen an der Festveranstaltung teil, die von den Lehrern der Städtischen Musikschule unter Leitung von Barbara Nutz mit Volksmusik umrahmt wurde.

Entwicklung dokumentiert

In einer Einlage zeigten Forstauszubildende, dass sich Axt und Motorsäge auch als "Begleitinstrumente" für das Neunburger Forstwirtslied eignen. Der Leiter der Außenstelle, Günter Dirnberger, blickte in einer mit Bildern aufgelockerten Chronik auf die Entwicklung der Schule in den vergangenen 60 Jahren zurück (siehe Infokasten). Landrat Thomas Ebeling betonte die Bedeutung der beruflichen Bildung im Landkreis Schwandorf. Viel Geld werde investiert, um die Schulen fit für die Zukunft zu machen.

"Das heutige Jubiläum der Berufsschule gilt nicht dem Gebäude. Das positive Schulklima, der gute Ruf bayernweit - das ist die Leistung, die Respekt verdient", hob Bürgermeister Birner hervor. Der Dank für die prächtige und vielseitige Entwicklung gelte den Schulleitern. Heinz Figulla und Günter Dirnberger hätten bei den jungen Leuten neben Wissen und Können auch Herz und Charakter gebildet.

Nach einem Imbiss wurden die Ehrengäste durch die Räume der Schule geführt, um sich vom hohen Niveau der Ausbildung ein Bild zu machen. 30 Stationen waren aufgebaut, von den Entwicklungsstadien von Getreide über Bodenleben und Bodenarten bis hin zu Holz- und Baumarten. Die Arbeit mit EDV in der Landwirtschaft wurde ebenfalls dargestellt. Im Außenbereich war eine Landmaschinenausstellung aufgebaut bei der neben den modernsten Zugmaschinen zwei Lanz-Bulldogs aus den Jahren 1936 und 1950 besonders bestaunt wurden. Verschiedene Aktionen luden zum Ausprobieren ein. Beim Stapeln von Holz mit dem Ladekran und einem Baum-Puzzle konnte die Geschicklichkeit getestet werden. "Triff ins Mark" war eine Anweisung, mit der Axt ins Innere der Baumscheibe zu schlagen. Das Schnitzen mit der Motorsäge gehörte zu den künstlerischen Herausforderungen, die demonstriert wurden. Am Melkstand konnte jeder sein Glück versuchen. Die Kinder durften auf Tret-Bulldogs ihre Runden drehen.

Blick auf 60 Jahre Schulgeschichte

Schulleiter Günter Dirnberger ließ den Werdegang der Schule Revue passieren: Im Herbst 1957 wurde sie als erste zentrale land- und hauswirtschaftliche Kreisberufsschule der Oberpfalz gegründet, erster Schulleiter war Heinz Figulla. 900 000 Mark hatte der damalige Landkreis Neunburg mit Landrat Max Stadlbauer in die Hand genommen. Bereits ein Jahr zuvor waren das Landwirtschaftsamt und die Landwirtschaftsschule mit Kreisschülerheim eröffnet worden. 1958 hat sich die Deutsche Lehranstalt für Agrartechnik (kurz: Deula) mit einer Landmaschinenschule hier angesiedelt. Mit Landwirtschaftsschule, Berufsschule und Landmaschinenschule bekam die landwirtschaftliche Aus-und Weiterbildung eine hohe Konzentration in Neunburg, die den Standort in der ganzen Oberpfalz bekannt machte. 1972 wurde die Vollzeitausbildung zum Landwirt in einer zweijährigen Berufsfachschule eingeführt, 1974 die Blockbeschulung für Forstwirte.

1978 erfolgte die Gründung des Berufsbildungszentrums Neunburg mit Außenstelle in Oberviechtach und Nabburg, an den drei Schulorten wurden 1200 junge Menschen unterrichtet. 1993 wurde es in das berufliche Schulzentrum Schwandorf integriert. Gegenwärtig werden in der Außenstelle Neunburg 464 Schüler in den Berufen Landwirt, Forstwirt und Mechatroniker für Landmaschinentechnik ausgebildet, wobei die Forstwirte aus ganz Bayern kommen, die Mechatroniker aus der ganzen Oberpfalz und die Landwirte aus den Landkreisen Schwandorf, Cham, Neumarkt. Im Schülerheim stehen 80 Plätze zur Verfügung. (weu)

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Damit Ihr nichts Wichtiges verpasst, könnt ihr unsere Push-Nachrichten nun auch im Facebook Messenger empfangen. Ihr müsst nur im Widget oben auf "Facebook Messenger" klicken und den Anweisungen folgen.

Außerdem gibt es nun zusätzlich zu unseren normalen Push-Meldungen spezielle Nachrichten-Kategorien:

Amberg, Weiden, Kreis Neustadt a.d. WN , Vohenstrauß , Tirschenreuth, Nabburg/Schwandorf, Sport , Ratgeber (u.a. Kochrezepte, Glücksrezept, etc.)

Alles was Ihr tun müsst: Meldet euch an (sofern noch nicht geschehen), schickt uns per WhatsApp oder Facebook Messenger das Wort "Kategorie". Ihr bekommt dann einen Link, über den Ihr die einzelnen Kanäle hinzubuchen oder abwählen könnt.

Wenn Ihr später weitere Kategorien hinzubuchen oder andere abwählen wollt: Schickt uns einfach erneut das Wort "Kategorie". 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.