Erlebnispark und Fisch-Parcours sollen am Eixendorfer Stausee entstehen
Karpfenland angelt Fördermittel

So soll der begeh- und bespielbare Fisch am Eixendorfer Stausee einmal aussehen.
Vermischtes
Neunburg vorm Wald
15.12.2016
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Schwandorf/Neunburg vorm Wald. Das Entscheidungsgremium der Fischereilichen Lokalen Aktionsgruppe (FLAG) "Karpfenland Mittlere Oberpfalz" traf sich, um zum ersten Mal gemeinsam über förderfähige Projekte abzustimmen. Zum Zuge kommen zwei Vorhaben am Eixendorfer Stausee bei Neunburg vorm Wald. Ein Erlebnispark und ein Fisch-Erlebnisparcours sollen heimische Fischarten pädagogisch wertvoll aufbereiten.

Projekte mit Strahlkraft

Dem FLAG-Management ist es wichtig, dass Ideen und Vorschläge für Projekte koordiniert und auf ihre Förderfähigkeit hin überprüft werden. Dazu sind viele Kriterien des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) zu erfüllen wie zum Beispiel innovativer Ansatz, Beitrag zur Stärkung des Umweltvermögens einschließlich der Auswirkungen des Klimawandels, Förderung des kulturellen Erbes, Einbindung des Fischerei- und Aquakultursektors. Das Projekt sollte zudem nicht nur lokal begrenzt sein, sondern Strahlkraft für die ganze Region haben. Hierfür gibt es ein Punktesystem, das auch auf der Internetseite des "Karpfenland Mittlere Oberpfalz" veröffentlicht ist.

Die Ideengeber stellten ihre Projekte dem unter Vorsitz von Landrat Thomas Ebeling tagenden Entscheidungsgremium selbst vor. Dieser Steuerkreis diskutiert, bewertet und stimmt über die Befürwortung eines jeden Projekts ab. Eine Besonderheit ist hierbei, dass die Ideen möglichst aus den Reihen der Bevölkerung kommen sollen. Deswegen besteht das Gremium auch zu mindestens 50 Personen aus Personen, die nicht aus Behörden oder Rathäusern kommen. Maßgeblich vertreten ist der Fischerei- und Aquakultursektor.

Begehbarer Fisch

Die Fördersätze der FLAG wurden in der Mitgliederversammlung des Vereins Regionalentwicklung im Landkreis Schwandorf Anfang Juni diesen Jahres mit in der Regel 70 und bei außergewöhnlichen Projekten mit 80 Prozent festgelegt. Die Höchstfördersumme beträgt 200 000 Euro.

Am Eixendorfer Stausee sind zwei Projekte vorgesehen, die sich ergänzen sollen. Der Park soll mit einem imposanten begeh- und bespielbaren Fisch, einem kleinen Fischerdorf mit Mini-Museum und einem Ruhe-Areal ausgestattet werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 300 000 Euro, wobei etwa 175 000 Euro an Fördermitteln durch den EMFF in Aussicht gestellt werden.

Der Parcours wird am Park beginnen und auch wieder enden. Ziel ist es, pädagogische Lerninhalte zur Region und den einheimischen Fischarten sowie deren Verarbeitung in Zusammenspiel mit Bewegungselementen und Schauteichen interessant aufzubereiten. Die Kosten hierbei liegen bei rund 115 000 Euro, wozu 66 000 Euro Fördermittel beigesteuert werden.
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