03.05.2017 - 12:40 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Feierlicher Festgottesdienst zum Stadtjubiläum Gut leben im "Haus Neunburg"

Im Festgottesdienst zur 1000-Jahr-Feier wird die Stadt Neunburg mit einem Mehrgenerationenhaus vergleichen. Später steigt ein Meer aus Luftballons in den weiß-blauen Himmel.

1000 Luftballons in den Jubiläumsfarben Blau, Weiß und Gold schickten die Kirchenbesucher nach dem Festgottesdienst auf die Reise.
von Autor AGRProfil

(agr) Der Vers "Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, nützt es nichts, dass der Wächter wachsam bleibt" aus Psalm 127 bildete das Leitmotiv des Festgottesdienstes. Zum Auftakt zogen, angeführt vom Kreuz, die Banner der kirchlichen und weltlichen Vereine in die Pfarrkirche Sankt Josef ein. Es folgten als Zelebranten der katholische Stadtpfarrer Stefan Wagner, der evangelische Geistliche Gerhard Beck, Pfarrvikar Benny Joseph Kochumundammalayil sowie Pastoralreferentin Susanne Albang.

Dank für Schutz und Segen

"1000 Jahre Stadtjubiläum sind ein Grund zum Feiern", eröffnete Pfarrer Wagner den Festgottesdienst. Es gelte, Gott für den Schutz und Segen der Pfalzgrafenstadt zu danken. In ihrer Predigt gingen die Geistlichen Beck und Wagner auf das Motto des Gottesdienstes ein, das bis vor 200 Jahren noch aktuell gewesen war. Damals gab es noch den Beruf des Nachtwächters, der gleich mehrere Funktionen hatte: Er kontrollierte die Tore, sagte die Zeit an oder schlug Alarm, wenn ein Feuer ausbrach.

"Nur mit Gott lebenswert"

In der weiteren Ansprache wurde die Stadt als großes und weit verzweigtes Lebenshaus bezeichnet, als eine Art "riesiges Mehrgenerationenhaus". "Dort wohnen Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Leute, die sich mögen oder nicht", so Pfarrer Beck. "Doch nur mit Gott in einer Stadt ist diese lebenswert." Und Neunburg sei lebens- und liebenswert. Und auch wenn nicht alle Ecken schön seien - "uns geht es gut hier". Die Stadt sei bezahlbar, der Verkehr nicht zu viel, für die Kinder gebe es gute Kindergärten, Schulen und schöne Spielplätze, es gebe Arbeitsstellen und alle notwendigen Geschäfte. "Wir können dankbar sein für das Leben in unserer Stadt", stellte Pfarrer Wagner fest.

Mit Dankbarkeit könne auch auf die bewegte Geschichte sowie auf jene Menschen, die für Neunburg Großes geleistet haben, geblickt werden. Auch wenn sich der Oberpfälzer lieber am Schlechten reibe, als sich über das Gute zu freuen - "ein dankbares Lebensgefühl kann glücklich machen", empfahl Stefan Wagner. Für die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes sorgte der Kirchenchor, der außerdem von verschiedenen Instrumentalisten unterstützt wurde. Den Schlusspunkt setzte das gemeinsam gesungene "Großer Gott wir loben dich".

Im Anschluss versammelten sich die zahlreichen Gottesdienstbesucher auf dem Kirchenvorplatz, um - entsprechend zum Jubiläum - 1000 Luftballons steigen zu lassen. Zuvor hatten zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr Neunburg die Himmelsstürmer in den Farben Blau, Weiß und Gold im Pfarrheim Sankt Georg aufgeblasen. Nach dem gemeinsamen Abzählen des Countdowns wurden die Ballons auf die Reise geschickt. Kurzzeitig verwandelte sich der weiß-blaue Himmel über der Jubiläumsstadt in ein farbenprächtiges Meer aus Luftballons.

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