Für Errichtung des "Pfalzgrafencenters" haben Abrissarbeiten begonnen
Weg für Fachmärkte ebnet sich [Aktualisiert]

Es tut sich was auf dem Areal des geplanten Fachmarktzentrums "Pfalzgrafencenter". Mit den Abrissarbeiten wird das Feld für den geplanten Neubau bereitet. Dabei rücken die Maschinen auch dem einstigen Lagerhaus der Firma Senft auf den Baukörper. Bilder: Mardanow (2)
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Neunburg vorm Wald
06.12.2016
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"Unser Bauzeitenplan sieht eine Eröffnung aller Geschäfte für Weihnachten 2017 vor." Zitat: Investor Michael Winderl

Ab sofort rollen die Bagger: Seit Montag laufen auf dem Areal der Firma Winderl die Abrissarbeiten, die Platz für das Fachmarktzentrum "Pfalzgrafencenter" schaffen sollen. Eine Streitfrage scheint mittlerweile einvernehmlich geregelt zu sein.

"Wir freuen uns, mit der Revitalisierung unserer alten Handelsflächen zu beginnen", informierte Investor Michael Winderl in einer Pressemitteilung über den Baubeginn auf dem Areal an der Senft-Mayer-Straße. Das Vorhaben trete nun aus der Phase der Projektentwicklung in die "spannende und interessante Projektarbeit" ein. Der Bauzeitenplan ist durchaus ambitioniert zu nennen: Die Eröffnung aller Geschäfte kündigte Winderl für Weihnachten 2017 an.

"Schub nach vorne"

Gleichzeitig gab Winderl Auskunft über die in Aussicht stehenden Ansiedlungen (siehe Info-Element). Unter anderem sollen die Drogeriemarktkette Rossmann und die Textil-Märkte Takko Fashion und Ernsting's Family einziehen. Wegen unterschiedlicher Modifizierungen werde der Stadtverwaltung ein Tektur-Antrag vorgelegt. Der Investor zeigte sich überzeugt davon, dass die Einkaufsstadt Neunburg durch das Ladenzentrum "einen kräftigen Schub nach vorne" erhalten werde. Nach seiner Darstellung hätten sich die beteiligten Handelsketten bereits zu Kernöffnungszeiten verpflichtet.

Bürgermeister Martin Birner begrüßte den Beginn der Maßnahme: "Ich freue mich, dass es endlich losgeht", erklärte er am Dienstag gegenüber Oberpfalz-Medien. Er verwies darauf, das Michael Winderl über eine bestehende Baugenehmigung verfüge. Es sei wichtig, dass das Vorhaben nun fortgesetzt wird. "Ich hoffe, dass die Arbeiten auch kontinuierlich weitergehen können."

Von den beiden Klagen, die gegen die Baugenehmigung des "Pfalzgrafencenters" beim Verwaltungsgericht Regensburg eingereicht wurden, bleibt offenbar nur noch eine übrig. Bürgermeister Birner hatte bereits in der Bürgerversammlung vergangene Woche über eine einvernehmliche Regelung mit der Baywa informiert. Michael Winderl eröffnete am Montag, dass die Baywa "ihre Bedenken gegenüber unserem Vorhaben zurückgenommen hat". Wie berichtet, hatte sich deren Einspruch gegen das vorgesehene Lärmkontingent für das Fachmarktzentrum gerichtet.

Bescheid abändern

"Wenn eine Lösung im Konsens erreicht werden kann, sind wir gerne mit im Boot", verdeutlichte Hans Prechtl, Pressesprecher des Landratsamtes Schwandorf. Sobald das Amt als zuständige Genehmigungsbehörde auch offiziell von der außergerichtlichen Einigung erfahre, könne die Bauabteilung den erteilten Bescheid abändern. Danach müsse die Baywa dem Gericht mitteilen, dass es die Klage zurücknimmt oder als erledigt betrachtet, damit das Verfahren eingestellt werden kann.

Laut Dr. Bernhard Pfister, stellvertretender Pressesprecher und Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Regensburg, ist beim Einspruch der Baywa wegen der außergerichtlichen Absprachen momentan ein "Ruhen des Verfahrens" angeordnet. Der Beschluss dazu datiere auf 22. November zurück.

Wann es zu einer Verhandlung im Fall der noch vorliegenden Nachbarklage einer Anwohnerin kommt, "dafür ist derzeit noch kein Termin absehbar" informierte Dr. Pfister. Zur Äußerung zum Verfahren sei mittlerweile noch die Stadt Neunburg beigeladen worden.

Zu den jüngsten Entwicklungen erreichte die Redaktion am Mittwoch eine Stellungnahme der Baywa AG. Pressereferentin Birgit Sigl bestätigte, dass das Handelsunternehmen in engem Kontakt mit den Genehmigungsbehörden stehe. Es seien auch bereits Lösungen erarbeitet worden, auf die sie zum momentanen Zeitpunkt aber noch nicht näher eingehen könne. Sobald diese endgültig fixiert seien, werde die Klage zurückgezogen.


Unser Bauzeitenplan sieht eine Eröffnung aller Geschäfte für Weihnachten 2017 vor.Investor Michael Winderl


Über Planungen und künftige MieterIn der am Montag versandten Pressemitteilung ging Michael Winderl auch auf die künftige Belegung der entstehenden Geschäftsflächen ein. "Im Besatz des Pfalzgrafencenters haben wir uns im Drogeriemarkt-Bereich für die Handelskette Rossmann entschieden", so der Investor. Das Textil-Segment soll durch Takko-Fashion und Ernsting's Family abgedeckt werden. Beim Schuhfachmarkt sei die Wahl auf die Kienast-Gruppe (ABC-Schuh-Center, K & K, Street Shoes) gefallen. Bei den Lebensmittelmärkten seien zwei unterschiedliche Handelsketten im Gespräch.

Die bestehende Tankstelle soll modernisiert werden und ein neues Konzept erhalten. Der Café- und Bistro-Bereich werde "zeitgemäß erweitert". Für das Schreibwarengeschäft "Paperpoint" sind zusätzliche Flächen für Spiel- und Schreibwaren im Gespräch. (mp)
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