22.01.2018 - 11:32 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Für Mikrozensus besteht Auskunftspflicht: Interviewer an der Haustür

Das Bayerische Landesamt für Statistik untersucht die wirtschaftliche und soziale Lage der Bürger sowie ihre Wohnsituation. Für die amtliche Befragung "Mikrozensus" erhalten rund 60 000 Haushalte in den nächsten Wochen und Monaten Besuch.

von Externer BeitragProfil

Wie aus einer von der Stadtverwaltung übermittelten Pressemitteilung hervorgeht, besteht für den überwiegenden Teil der Fragen eine Auskunftspflicht. Grundlage dafür ist das Mikrozensusgesetz. Mit der Befragung werden seit mittlerweile 1957 aktuelle Zahlen über die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung, insbesondere der Haushalte und Familien, ermittelt. Heuer sind zudem noch Fragen zur Wohnsituation - Wohnfläche, Baualter der Wohnung, Heizungsart, Miethöhe und Nebenkosten - gestellt. Die gewonnenen Informationen sind Grundlage für viele gesetzliche und politische Entscheidungen und deshalb für alle Bürger von großer Bedeutung.

Laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik, finden die Mikrozensus-Befragungen von Januar bis Dezember statt. In Bayern sind bei rund 60 000 Haushalten, die per Zufallsverfahren für die Erhebung ausgewählt wurden, wöchentlich mehr als 1000 Haushalte zu befragen. Das zugrunde liegende Stichprobenverfahren ist wegen des geringen Auswahlsatzes verhältnismäßig kostengünstig und hält die Belastung für die Bürger in Grenzen. Um aber die Ergebnisse repräsentativ auf die Gesamtbevölkerung übertragen zu können, ist es wichtig, dass jeder der ausgewählten Haushalte auch tatsächlich an der Befragung teilnimmt. Die gesetzlich festgelegte Auskunftspflicht besteht für bis zu vier aufeinanderfolgende Jahre.

Das Landesamt versichert, dass Datenschutz und Geheimhaltung umfassend gewährleistet sind. Auch die Interviewer, die ihre Besuche schriftlich ankündigen und sich mit einem Ausweis des Landesamts legitimieren können, sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Statt an der Befragung per Interview teilzunehmen, hat jeder Haushalt das Recht, den Fragebogen selbst auszufüllen und per Post ans Landesamt zu schicken.

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