09.01.2018 - 20:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Gast aus Alaska erzählt an der Realschule von Nachbarn, Bären und Umweltpolitik Landeskunde etwas anders

Schüler der Gregor-von-Scherr-Realschule wissen ganz genau, wie eine Bärenkralle aussieht. Vielleicht können sie sich auch noch an ein paar Wörter in der Sprache der Inuit erinnern. Zu verdanken haben sie das einem ungewöhnlichen Besucher.

Axel Burgheim demonstrierte in der Realschule auch fremde Sitten und Bräuche. Bild: exb
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Kürzlich hat der in Alaska lebende Deutsche Axel Burgheim in neunburg Station gemacht. Im Gepäck hatte er für die achten und neunten Klassen Erfahrungen aus erster Hand aus dem nördlichsten Bundesstaat der USA, seiner Wahlheimat. Burgheim zeigte die Bevölkerungsdichte von Alaska auf, erzählte von seinen Nachbarn und den rund 80 000 in Alaska lebenden Bären.

Ungewöhnlicher Besuch

Nach dieser launigen Einleitung verglich er die Geografie Alaskas mit der Deutschlands und speziell des Bayerischen und Oberpfälzer Waldes. Der Klimawandel und seine Auswirkung auf die Umwelt lag dem Gast, der über die Umwelt- und Friedensbewegung der 80er Jahre den Weg zunächst nach Kanada und dann später Alaska fand, dabei sehr stark am Herzen.

Für die Schüler sehr eindrucksvoll beschrieb er die Folgen der globalen Erwärmung, die gerade in Alaska deutlich spürbar seien. Lobende Worte fand er in diesem Zusammenhang aber für zahlreiche Umweltschutz- und Renaturierungsprojekte in Bayern.

Politische Lage

Im Laufe seines Vortrages ging er auch immer wieder auf die aktuelle politische Situation in den USA ein und Kanada ein. So konnte er aus erster Hand über die Auswirkungen von Entscheidungen des aktuellen Präsidenten für Umwelt und Bewohner Alaskas berichten. Nicht unerwähnt wollte Burgheim auch die Entschuldigung des kanadischen Ministerpräsidenten für den fast unmenschlichen Umgang mit den Ureinwohnern Alaskas, den Inuit, lassen. Dann packte der Gast aus Alaska Bilder aus und berichtete teilweise auch auf Englisch von Bärenspuren und Bärenarten.

Bärenkralle dabei

Dazu erzählte er über eigene Begegnungen mit den großen Tieren. Die Schüler bekamen dabei auch die Gelegenheit sich eine Bärenkralle etwas genauer anzusehen. Bereitwillig ging der gebürtige Hamburger dabei auch auf Fragen ein.

Zum Abschluss hatte er noch einige gebräuchliche Lehnwörter aus der Inuit-Sprache auf Lager und begeisterte die Schüler noch mit einer kleinen Vorführung der "olympischen Spiele der Inuit".

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