Gemeinschaftshaus und Platzgestaltung als Schwerpunkte für Kemnath
Ziele fürs neue Dorf formuliert

Ein Teil der Mitwirkenden am Seminar zur "einfachen Dorferneuerung". Mittlerweile nimmt das Vorhaben konkretere Formen an. Bild: exb

Neunburg-Kemnath bei Fuhrn. Die "einfache Dorferneuerung" für den Ortsteil Kemnath bei Fuhrn nimmt Formen an. Bei einem Seminar der Schule für Dorf- und Landentwicklung legten 14 Bürger den Fahrplan des Vorhabens fest. Zwei Projekte stehen auf der Wunschliste ganz oben.

Zusammen mit Zweiter Bürgermeisterin Margit Reichl und Verwaltungsleiter Peter Hartl besuchten die Kemnather das Seminar im Gasthaus "Zur Post" in Tännesberg, um sich mit den zukünftigen Herausforderungen ihrer Heimat zu beschäftigen. Moderiert wurde das Seminar von Stephanie Singer vom Amt für Ländliche Entwicklung und Gerhard Plöchinger, dem für den Dorferneuerungsprozess beauftragten Architekten und Stadtplaner.

In einem Rückblick zum Auftakt kristallisierte sich heraus, dass den Bürgern besonders der Zusammenhalt im Ort, das Feuerwehrfest, die teils schwierige Verkehrssituation und die Schließung der Schule im Gedächtnis sind. Anschließend wurde in Gruppen diskutiert, was "Gut leben auf dem Land" bedeutet und welche Herausforderungen in den nächsten Jahren für Kemnath bei Fuhrn gesehen werden. Daraus wurden schließlich Handlungsfelder und Ziele für die Dorferneuerung abgeleitet. Die Teilnehmer waren sich einig, dass den Ort besonders die aktive Dorfgemeinschaft auszeichnet; diese gelte es zu erhalten und nach Möglichkeit weiter zu fördern. Auch die Schaffung eines Treffpunktes für Alt und Jung, die Vermeidung von Leerständen sowie eine dorfgerechte Gestaltung wurden festgehalten.

Im Anschluss erarbeiteten die Teilnehmer konkrete Maßnahmen, mit denen die benannten Ziele erreicht werden können. Wichtig ist den Bürgern vor allem ein Gemeinschaftshaus (mit Lagerflächen, Gemeinschaftsraum, zusätzlichem Stellplatz für die Feuerwehr und einer multifunktional nutzbaren Freifläche) das alle Vereine und Gruppierungen nutzen können. Am besten, so die Kemnather, sollte dies im Umfeld des jetzigen Feuerwehrhauses in der Dorfmitte entstehen. Auch die Gestaltung der öffentlichen Freiflächen rund um die Kirche und Schießl-Tafferne mit einer geordneten und bedarfsgerechten Schaffung von Stellplätzen ist ein besonderes Anliegen. Weitere Aufgaben sehen die Kemnather in der Schaffung einer sicheren und einladenden Bushaltestelle, und der städtebaulichen Aufwertung der Ortseingänge (nach Möglichkeit mit Verkehrsberuhigung). Einig waren sich die Teilnehmer auch darin, dass es wichtig ist, das Wirtshaus zu erhalten und zu fördern.

Folgende weitere Schritte wurden festgelegt: erneute Ortsbegehung mit allen interessierten Bürgern, bei der die herausgearbeiteten Maßnahmen nochmals besichtigt und besprochen werden. Dazu ergeht noch eine gesonderte Einladung. Daneben wird in den nächsten Wochen ein Termin mit allen möglichen Nutzern des geplanten Dorfgemeinschaftshauses anberaumt, um den jeweiligen Bedarf zu eruieren.

Alle interessierten Bürger werden sowohl über die Ergebnisse des Seminars als auch die weiteren Entwicklungen kontinuierlich informiert und sind aufgefordert, sich und ihre Vorstellungen und Ideen in einem konstruktiven Miteinander einzubringen. Es gelte, diese einmalige Chance wahrzunehmen, das eigene Wohnumfeld und den Lebensmittelpunkt selbst aktiv mit zu verbessern und zu gestalten.
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