24.10.2017 - 20:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Goldene Meisterbriefe für 42 Handwerksmeister Vorbilder und Alleskönner

Goldregen für über 40 Handwerksmeister: Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz würdigt jahrzehntelanges berufliches Engagement mit dem Goldenen Meisterbrief und der Meisternadel in Gold.

Zahlreiche Meister hat die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz in der Schwarzachtalhalle mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet. Dazu gratulierten stellvertretender Hauptgeschäftsführer Hans Schmid (vorne, rechts), Vorstandsmitglied Georg Braun sowie Bürgermeister Martin Birner (vorne, von links). Bild: Fotostudio Schwarz (exb)
von Hans SteinsdorferProfil

In der Schwarzachtalhalle würdigte die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz den Einsatz um das Handwerk. Zunächst dankte Bürgermeister Martin Birner den 42 Handwerksmeister für ihre permanenten und ununterbrochenen Verdienste. Er selbst habe das Elektrohandwerk erlernt und sei stolz darauf. Er bezeichnete Handwerker als die "geländegängigsten Persönlichkeiten" - sie seine bodenständig und würden am meisten aushalten.

Goldene Lorbeeren ernten

Für Hans Schmidt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, stand außer Frage, dass Wirtschaft, Gesellschaft und Heimat ohne Handwerker "ein gutes Stück ärmer" wären. Durch regionaler Verwurzelung und gepaart mit sozialer Verantwortung trügen sie mit dazu bei, dass Ostbayern so lebenswert ist. In 35 oder mehr Jahren in ihrem Handwerk hätten die Meister durch Arbeit und Schaffenskraft eine erhebliche Vorbildfunktion erlangt. Den Goldenen Meisterbrief wertete Schmidt als Zeugnis dafür, "dass Sie ihre Handwerkskunst beherrschen und wahre Alleskönner sind." Er sei stehe auch sinnbildlich für jene Lorbeeren, die es nun nach vielen Jahren Engagement, Durchhaltevermögen und Leistungswillen zu ernten gelte.

Diese Auszeichnung stehe auch für den Verdienst jahrzehntelanger Ausbildungsleistung, schließlich bilde das Handwerk in Ostbayern 35 Prozent der Lehrlinge aus, betonte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer. "Sie ermöglichen vielen jungen Leuten eine Ausbildung und eine Zukunftsperspektive in der Heimat und tragen maßgeblich zu deren Persönlichkeitsbildung bei", würdigte er die Geehrten. Er betonte die Vorreiterrolle des Handwerks bei der Integration junger Menschen mit ausländischen Wurzeln inne. "Gerade in Zeiten der Flüchtlingskrise möchte ich Ihnen dafür von Herzen danken", unterstrich Schmidt. Neben der hohen Ausbildungs- und Arbeitsleistung der Meister, vergaß der Laudator auch nicht, die Bedeutung der Familien zu erwähnen. Sie sorgten für den nötigen Rückhalt und leisten einen erheblichen Beitrag zum Erfolg eines selbstständigen Betriebs. In seinen Abschlussworten betonte Schmidt den Wert dieser "Goldenen Meister" als Botschafter für das Handwerk: "Jenseits von Imagekampagnen und Marketingstrategien sind sie es, die tagtäglich durch ihre Erfahrung und Kompetenz das Ansehen des Handwerks stärkten".

Erholung nicht vergessen

Mit einer kleinen Geschichte zum Abschluss seiner Laudatio, appellierte Hans Schmidt an die Handwerksmeister, sich auch mal Ruhe zu gönnen. Er erzählte von einem Holzfäller, der am ersten Tag 18 Bäume fällte, doch nach und nach wurden es immer weniger, bis er zuletzt nur mehr zwei Bäume am Tag schaffte. Als er dem Vorarbeiter versicherte, dass er bis zum Umfallen geschuftet habe, fragte dieser ihn lediglich, wann er das letzte Mal seine Axt geschärft habe. Schmidt betonte, dass die gewaltigste Anstrengung im Beruf nichts nütze, wenn nicht ab und zu - im übertragenen Sinn - auch mal für Entspannung gesorgt wird. Denn nur so könne Kraft für neue Herausforderungen geschöpft werden, denn diese gingen im Handwerk sicherlich nie aus.

Die geehrten Handwerksmeister

Persönlich anwesend: Josef Arnold, Bäcker, Neustadt/WN; Max Aschenbrenner, Schreiner, Grafenwiesen; Konrad Bayerl, Elektro, Pirk; Reinhold Beer Bäcker, Floß; Kurt Bindl, Radio und Fernsehtechnik, Katzelsried; Franz Brey, Metzger, Wetterfeld; Ernst Duschinger, Schlosser, Teublitz; Heinrich Eckl, Kaminkehrer, Runding; Rupert Fröhlich, Fliesenleger, Windischeschenbach; Michael Graf, Heizung-Lüftung, Schwandorf; Dieter Greinke, Metzger, Furth im Wald; Johann Hanauer, Zimmerer, Furth im Wald; Josef Heuberger, Metallbau, Woppenried/Tännesberg; Josef Hösl, Zweiradmechaniker, Nabburg; Andreas Hopf, Schlosser, Hatzenreuth; Jutta Jakob, Friseur, Krummennaab; Anton Krettner, Raumausstatter, Schwandorf; Rudolf Lankes, Schreiner, Cham; Walter Leiss, Straßenbauer, Waldsassen; Josef Mages, Schreiner, Pemfling; Josef Maier, Kfz-Mechaniker, Rhan; Wolfgang Maier, Maschinenbaumechaniker, Trabitz; Ludwig Neumaier, Kfz-Mechaniker, Eschlkam; Anton Nissl, Kfz-Mechaniker Neunburg.

Ferdinand Obermeier, Bäcker, Neukirchen Hlg.-Blut; Herbert Pauli, Friseur, Nabburg; Martin Plötz, Kaminkehrer, Tiefenbach; Hans-Günter Rosskopf, Elektro, Neunburg; Johann Schedl, Zimmerer, Windischeschenbach; Friedrich Schindler, Elektro, Schönthal; Johann Schmid, Schreiner, Seebarn; Wolfgang Seiler, Schreiner, Waldsassen; Armin Sengenberger, Friseur, Neustadt/WN; Reinhard Stadler, Kfz-Mechaniker, Wald; Alfons Stopfer, Kfz-Mechaniker, Kirchenthumbach; Heinz Streckenbach, Zweiradmechaniker, Irchenrieth; Adalbert Strobl, Elektro, Bad Kötzting; Reinhold Tax, Kfz-Mechaniker, Miltach; Gerhard Tischner, Elektro, Willmering; Wilhelm Weber, Raumausstatter, Langquaid; Erich Wittmann, Kfz-Mechaniker, Cham; Hans Ziegler, Elektro, Eschenbach

In Abwesenheit geehrt: Josef Ach, Kfz-Mechaniker, Moosbach; Michael Altmann, Kaminkehrer, Roding; Johann Blumthaler, Mechaniker Altenstadt/WN; Herbert Böckl, Kfz-Mechaniker, Erbendorf; Norbert Gleissner, Gas- und Wasserinstallateur, Tirschenreuth; Oskar Gmeiner, KFZ-Mechaniker, Kemnath; Anneliese Himmelstoss, Friseur, Hirschenbühl; Lothar Hofmann, Metzger, Pirk; Erwin Landkammer, Elektro, Neunburg; Johann Meindl, Metzger, Schönsee; Hans-Jürgen Parzefall, Textilreiniger, Grafenwöhr; Wilfried Robl, Kfz-Mechaniker, Waldsassen; Theobald Schaumberger, Straßenbauer, Mitterteich; Hans Setzer, Elektro, Luhe-Wildenau; Hermann Sperber, Elektro, Windischeschenbach; Karl Urban, Bäcker, Nabburg und Ernst Zeitler, Bäcker, Fuchsmühl. (sns)

Der Goldene Meisterbrief ist ein Zeugnis dafür, dass Sie Ihre Handwerkskunst beherrschen und wahre Alleskönner sindHans Schmidt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

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