Heimat mit Leben erfüllen

Das "Seebarner Gwiach hot ana" umrahmte den Festgottesdienst musikalisch. Bilder: zth (3)

Nach den langen Feierlichkeiten am Vorabend hatten die Gütenlander Dorfbewohner nicht viel Zeit, um sich auszuruhen, denn am Sonntag bereits um 9 Uhr startete der Kirchenzug. Pfarrer Theo Schmucker unterbrach "aufgrund vielfachen Wunsches eines Einzelnen" für den Gottesdienst seinen Urlaub, was Festleiter Adolf Greiner sichtlich freute.

"Aber wir werden schließlich nur einmal 1000 Jahre alt, da kann man schon einmal eine Ausnahme machen", dankte Greiner dem Geistlichen in humorvoller Weise. Gemeinsam mit dem langjährigen Seebarner Pfarrer Richard Salzl sowie Pater Gabriel gestaltete Schmucker den Gottesdienst, den zahlreiche Besucher an der Dorfkapelle "Maria Königin" verfolgten. Theo Schmucker sah es für wichtig an, dass die Dorfbevölkerung während der Messe, die musikalisch vom "Seebarner Gwich hot ana" umrahmt wurde, auch einmal die Möglichkeit hatte, nach den letzten Tagen und Wochen intensiver Arbeit und Organisation eine Stunde lang "abschalten" zu können. Landrates Thomas Ebeling zeigte sich vom Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft beeindruckt. Er lobte es, dass die Bewohner ihre Heimat so "in Schuss" halten und sie mit Leben erfüllen.

Lob für Engagement

Auch Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl lobte das Engagement der "Gelander", denn die beiden Jubelvereine - der Kapellenverein und der Stammtisch "Gemütliche Runde" - können nur fortbestehen, wenn die Mitglieder voll dahinterstehen. Reichl freue es, wenn die Arbeit der Gründungsmitglieder so intensiv fortgeführt und -gelebt wird.

Das stellvertretende Stadtoberhaupt würde außerdem gerne kurzzeitig die Zeit zurückdrehen, um zu sehen, wie die Leute in "Gotilinlant" vor 600, 700 oder 800 Jahren gelebt haben. Bei dieser Gelegenheit dankte und lobte sie den gebürtigen Gütenlander Josef Drexler, der mit seinem Team mit großem Aufwand die Dorfchronik geschrieben hat. Zum Abschluss enthüllte Margit Reichl noch den Gedenkstein direkt neben der Kapelle, der an das 1000-jährige Jubiläum erinnert. Hierbei dankte Adolf Greiner der Stadt Neunburg für die Bereitstellung der dafür benötigten finanziellen Mittel.

Greiners besonderer Dank galt auch dem langjährigen Seebarner Pfarrer Richard Salzl, denn durch seine Initiative wurde die Dorfkapelle vor 25 Jahren überhaupt erst erbaut. Nach dem offiziellen Teil folgte der Einzug ins Festzelt, angeführt vom "Seebarner Gwiach hot ana", das auch beim Frühschoppen und dem Mittagessen für zünftige Stimmung bei den Besuchern sorgte.

Verbundenheit gezeigt

Als Vereinsabordnungen waren der Kapellenverein Diendorf, Kapellenverein Windmais, die Feuerwehren Seebarn, Thann, Alletsried und Hillstett, die Mariannische Männerkongregation Seebarn sowie die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Seebarn mit von der Partie.
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