11.09.2017 - 14:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Im neuen Unterrichtsjahr steigt die Schülerzahl auf über 470 Berufsschule braucht zusätzliche Klassenzimmer

Die Schülerzahlen an der Neunburger Außenstelle des Staatlichen Berufsschulzentrums Oskar-von-Miller Schwandorf bleiben im Aufwärtstrend. Über 470 junge Leute werden in drei Berufen unterrichtet. Für sie muss neuer Platz im Schulhaus geschaffen werden

Außenstellenleiter Günter Dirnberger (rechts) begrüßte Oberstudienrätin Nadine Naber an der Berufsschule und überreichte den aktuellen Jahresbericht. Bild: Berufsschule
von Externer BeitragProfil

Bei den Schülerzahlen im neuen Schuljahr 2017/18 zeichnet sich eine leichte Aufwärtsentwicklung über alle drei Berufsgruppen ab - 473 Schüler (Vorjahr: 465) werden an der Neunburger Berufsschule erwartet. Die grünen Berufe mit einer Kombination aus Natur und Technik sind bei den Jugendlichen nach wie vor gefragt, wie die Schule in einer Pressemitteilung feststellt. Den größten Zuwachs verzeichnen die Forstwirte, die nunmehr mit 217 (Vorjahr: 202) Auszubildenden fast die Hälfte der Schülerschaft stellen und die Stütze der Schule bilden. Im Beruf Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik bleiben die Schülerzahlen ebenfalls auf einem konstant hohen Niveau. Mit 167 (Vorjahr: 162) Auszubildenden aus der gesamten Oberpfalz bilden sie die zweitgrößte Berufsgruppe.

Erfreulich ist, dass heuer wieder zwei Berufsgrundschuljahrklassen Agrarwirtschaft (BGJ) gebildet werden können, so dass sich zusammen mit den Auszubildenden in drei Fachstufenklassen heuer 89 (Vorjahr: 101) Jugendliche in einer landwirtschaftlichen Ausbildung befinden.

Insgesamt ist die Schule voll und ganz ausgelastet. Aufgrund des konstanten Anstiegs der Schülerzahlen in den vergangenen Jahren muss auch die räumlich Situation der Entwicklung angepasst werden. Deshalb wurden bereits im vergangenen Schuljahr - in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schwandorf als Sachaufwandsträger - erste Überlegungen angestellt, den einen oder anderen Funktionsraum mit geringem Aufwand in zusätzliche Klassenzimmer umzubauen. Auch bei den Parkplätzen werden immer häufiger die Kapazitäten überschritten und daher Lösungsmöglichkeiten sondiert. Der Landkreis unterstützt die Berufsschule hierbei wo es nur geht. Erst vergangenes Schuljahr investierte der Kreis rund 350 000 Euro in neue Brandschutzmaßnahmen.

Auswirkungen hat der Schülerzuwachs auch auf das Lehrerkollegium. Mit Beginn des neuen Schuljahres wechselt Oberstudienrätin Nadine Naber aus Neukirchen-Balbini von der Berufsschule in Regensburg nach Neunburg und freut sich sehr über die heimatnahe Versetzung. Sie wird künftig in allen Berufsgruppen vorwiegend in den Fächern Deutsch und Sozialkunde unterrichten.

Bleibt zu erwähnen, dass angesichts der stetigen Aufwärtsentwicklung der Schülerzahlen auch das kreiseigene Schülerheim auf dem Schulgelände komplett belegt ist. In einzelnen Wochen müssen Unterbringungsmöglichkeiten mittlerweile extern angemietet werden.

Alleinstellung in Bayern

Die Berufsschule in Neunburg ist zuständig für die Beschulung aller auszubildenden Forstwirte aus Bayern sowie für alle auszubildenden Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik in der Oberpfalz. Außerdem ist sie Standort für das Berufsgrundschuljahr Agrarwirtschaft der Landkreise Schwandorf und Cham sowie für die Fachstufenklassen 11 und 12 der angehenden Landwirte aus den Landkreisen Schwandorf, Cham und Neumarkt sowie einiger Gemeinden der Landkreise Amberg-Sulzbach und Regensburg. Diese Mischung aus Forstwirten, Land- und Baumaschinenmechatronikern sowie Landwirten ist einmalig und gibt es in Bayern nur in Neunburg.

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