22.03.2017 - 11:08 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Infoversammlung mit Themen von Schulhaus bis Staatsstraße Verkauf nur mit Nutzungskonzept

Die Stadt Neunburg will das Gebäude der ehemaligen Grundschule im Ortsteil Kemnath bei Fuhrn verkaufen. Der Zuschlag wird aber von einer Bedingung abhängig gemacht.

In der Schießl-Tafferne stand Bürgermeister Martin Birner (stehend) den über 50 Bürgern aus Kemnat bei Fuhrn Rede und Antwort. Bild: sns
von Hans SteinsdorferProfil

Neunburg-Kemnath bei Fuhrn. Über 50 Bürger hatten sich zur Infoversammlung in der Schießl-Tafferne versammelt. Bürgermeister Martin Birner und Geschäftsleiter Peter Hartl erläuterten zunächst die Planung für das neue Baugebiet "Kirchenäcker", das durch die Firma Probst Projektbau aus dem Nachbarort Wundsheim erschlossen wird. Dabei entstünden insgesamt elf Bauparzellen mit Flächen zwischen 580 und 1030 Quadratmetern. Der Baubeginn sei wahrscheinlich ab Mai möglich.

Auch mit der Zukunft der ehemaligen Grundschule setzte sich die Versammlung auseinander. Da sich die Dorferneuerung zeitlich noch hinziehen werde und der nach wie vor existente Schulverband Kemnath endlich aufgelöst werden müsse, sei ein Verkauf der Immobilie angestrebt. Laut den Stadt-Vertretern solle das Objekt öffentlich ausgeschrieben werden. Für den Verkauf müssen mögliche künftige Eigentümer aber ein verbindliches Nutzungskonzept vorlegen. Daraus müsse letztlich auch hervorgehen, dass die vorgesehene Nutzung im Einklang mit der dörflichen Entwicklung steht.

In der Runde wurden auch verschiedene Alternativen für die alte Schule diskutiert, beispielsweise als Gemeinschaftshaus für Feuerwehr und Schützenverein. Es kam allerdings zum Ausdruck, dass eine solche Nutzung wohl aber an der Wirtschaftlichkeit scheitern werde - zum einen mache der bauliche Zustand des Gebäudes im Vorfeld größere Investitionen nötig, später werde sich der Unterhaltungsaufwand wohl deutlich erhöhen. Ein Anlieger wies außerdem darauf hin, dass die künftige Nutzung den Gebietscharakter eines Wohngebietes wahren müsse.

Auch der weitere Ausbau der Staatsstraße 2151 im Bereich Kemnath rückte ins Blickfeld. Laut Bürgermeister sind die Planungen zwar erstellt, doch bisher hätten nicht alle betroffenen Grundstückseigentümer ihre Zustimmung verbindlich erklärt. Und solange dies nicht der Fall sei, könne kein Ausbau erfolgen. Die Pläne sehen vor, die Straße auf sieben Meter zu verbreiten und parallel einen drei Meter breiten Wirtschaftsweg zu errichten. Scheitere der Grundstückserwerb, bleibe als letzte Alternative nur eine geringfügige Verbreiterung um rund einen halben Meter und eine Deckenerneuerung.

Bereits 2004 hatten die Kemnather die Einführung von Straßennamen abgelehnt, lediglich die Hausnummern wurden damals neu geordnet. Auch nun sprach sich niemand "pro Straßennamen" aus. Die letztendliche Entscheidung liege nun bei den städtischen Gremien.

Bürgermeister Birner informierte außerdem, dass die Erneuerung der Gemeindestraße Kemnath-Wundsheim für 2019 im Straßenbauprogramm eingeplant sei. Für den angedachten Anbau beim Feuerwehrhaus sei mittlerweile ein benachbartes Grundstück erworben. Wegen der künftigen Planungen kündigte er weitere Gespräche mit den betroffenen Vereinen an. Von den Anwesenden kamen zum Schluss noch Fragen zur Instandsetzung des Weges zur Kläranlage, zur Reparatur des Schulbushäuschens an der Staatsstraße, und wo - nach dem Verkauf der Schule - künftig das Wahllokal untergebracht sein wird.

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