11.04.2018 - 12:32 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Knapp 100 Unterschriften für Erhalt des bisherigen "Hussenkrieg"-Logos Festspielreiter nicht aus Sattel werfen

Auf Kritik stößt der neue Werbeauftritt des "Hussenkrieg"-Festspiels. Knapp 100 Unterzeichner einer Petition setzen sich für den Erhalt des bisherigen Festspielreiters als Logo ein. Bei der Übergabe der Unterschriftslisten zeigen sich die Rathaus-Verantwortlichen gesprächsbereit.

Die Initiatoren Matthias Eckel-Binder und Jessica Binder (von rechts) sowie ihre Mitstreiter nach der Übergabe der Unterschriften im Rathaus. Bild: Mardanow
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Als "nicht schlüssig" empfinden es die Initiatoren Jessica Binder und Matthias Eckel-Binder, dass "ein lange eingeführtes und über Neunburg hinaus bekanntes Logo" verworfen wird. Diese Meinung teilten auch jene 95 Mitglieder des Festspielvereins, die ihre Unterschrift zu einem Comeback des weiß-blauen Ritters gegeben haben.

Am Mittwoch übergaben die Initiatoren und weitere Unterstützer die Unterschriftslisten an die Stadt Neunburg, die als Veranstalter des Festspiels für die Werbung verantwortlich ist. Bei einer nichtöffentlichen Gesprächsrunde im Amtszimmer von Bürgermeister Martin Birner - so erfuhren es die Pressevertreter im Nachhinein - brachten die Festspieler die Bitte vor, sich die Überarbeitung des Logos und den Wegfalls des Reiters noch einmal zu überlegen. Es gebe keinen Grund, das Bewährte leichtfertig wegzuwerfen.

Weiterhin wurde argumentiert, dass sämtliche bisherigen Werbemittel (Busbeklebungen, Werbebanner, Fahnen, Münzprägungen usw.) mit dem neuen Layout ihren Wiedererkennungswert verlieren würden. Nachdem der Werbe-Zug für heuer schon abgefahren ist, biete sich im nächsten Jahr die Gelegenheit, den bekannten Reiter wieder in die Werbemittel aufzunehmen. Überdies wäre dann auch aktuelles Bildmaterial zur neuen Inszenierung von Cornelius Gohlke vorhanden.

"Wir sind im Dialog", fasste Bürgermeister Martin Birner das Gespräch gegenüber Oberpfalzmedien zusammen. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern habe er dabei auch die Entstehung des neuen Festspiel-Layouts erörtert, dessen markanteste Änderung die Ablösung des Reiters durch zwei stilisierte Ritter ist, die sich vor der Stadtsilhouette bekämpfen.

Nun gehe es darum, einen Konsens zu finden. Die vorgebrachten Vorschläge der Festspieler seien aufgenommen worden, "nun prüfen wir, was sich vereinigen lässt". Dass das Gespräch in einer positiven und sachlichen Atmosphäre verlaufen ist, bestätigte im Nachhinein auch das Ehepaar Eckel-Binder. Es zeigte sich zufrieden, dass Bürgermeister Birner einen Kompromiss in Aussicht gestellt habe.

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