Marienheimleiter Thomas Zapf übernimmt Einrichtung in Oberfranken
Wechsel nach fast 30 Jahren

Nachdem er "fast das halbe Leben" in Neunburg war, sucht der bisherige Marienheimleiter Thomas Zapf (rechts) eine neue Herausforderung. Dafür wünschte ihm Bürgermeister Martin Birner alles Gute. Bild: Mardanow
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Neunburg vorm Wald
23.12.2016
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Dem Marienheim der Spitalstiftung steht eine Zäsur ins Haus: Nach 26 Jahren wechselt Einrichtungsleiter Thomas Zapf zum 31. Januar an das Pflegezentrum Leinleitertal in Heiligenstadt. Für den 53-Jährigen geht es zurück zu den Ursprüngen seiner Berufskarriere.

"Ich wollte eigentlich nicht weg", erklärt Zapf am Freitag bei einem Pressegespräch. Am 1. Januar 1991 hatte er seine Leitungsaufgabe angetreten, die Familie mit Ehefrau Elke und den beiden Kindern zog im Jahr darauf nach Neunburg. Für Zapf steht fest: "Wir haben uns hier wohl gefühlt." Unter anderem seien die ersten Erinnerungen der Kinder untrennbar mit dem Marienheim verbunden.

Mit Sozialstation

Den Anstoß zu einer neuen beruflichen Herausforderung gab im vergangenen Herbst eine Anfrage des Diakoniewerks Tabea, ob sich Zapf einen Wechsel an das Pflegezentrum Leinleitertal im oberfränkischen Heiligenstadt vorstellen könne. Von der Größe her sei die Einrichtung mit dem Marienheim vergleichbar, zusätzlich ist sie noch mit einer Sozialstation und Einheiten für Betreutes Wohnen ausgestattet.

Die Zapfs werden im Doppelpack nach Oberfranken wechseln: Auch Ehefrau Elke, ebenfalls Altenpflegerin und mit einer Zusatzqualifikation für Heimleitung ausgestattet, tritt hier eine Stelle an. Eine Reise zurück zu den Anfängen: In der gleichen Einrichtung begann Zapf, der eigentlich Großhandelskaufmann gelernt hatte, 1986 ein Berufspraktikum zum Altenpfleger. Hier lernte er seine spätere Frau kennen, die im Haus als Pflegefachkraft tätig war. Auch geheiratet wurde in Heiligenstadt.

"Einige Mitarbeiter kenne ich sogar noch von damals", berichtet Zapf von ersten Besuchen. Auch die eigene Verwandtschaft rückt nun wieder näher, unter anderem ist der Bruder seiner Frau als Hausmeister der Einrichtung tätig. Weil das Pflegezentrum ein diakonisches Werk sei, bleibe er nach wie vor im öffentlichen Dienst tätig.

Bürgermeister Martin Birner bedauert den Wechsel - "gute Heimleiter stehen nicht auf der Straße". Er könne aber die Beweggründe für eine Veränderung absolut verstehen. Dem Bürgermeister ist es wichtig zu betonen, dass Zapf und die Stadt "absolut im Guten" auseinandergehen. Auch Thomas Zapf bestätigt das harmonische Miteinander mit der Stadtverwaltung.

Mit wertvollen Erfahrungen

Birner resümiert, dass zusammen mit dem Heimleiter zahlreiche Herausforderungen auf dem Pflegesektor angegangen wurden, zuletzt die Einführung der elektronischen Pflegedokumentation. Thomas Zapf hat unter anderem noch die Heimerweiterung in den Jahren von 1997 bis 2000 im Gedächtnis - "daraus resultieren wertvolle Erfahrungswerte". Er sei dankbar, dass ihm das Rathaus beim Auflösungsvertrag entgegen gekommen ist, so dass er zum 31. Januar "ablösefrei" wechseln könne.

In seiner Bilanz stellt Zapf den guten Geist heraus, der zwischen den Bewohnern und dem Personal herrsche. Dies sei auch wieder bei den Prüfungen durch die Krankenkassen bestätigt worden. Bei einer Auslastung von 99,6 Prozent im abgelaufenen Jahr, genieße das Marienheim in der Bevölkerung einen guten Ruf.

Zapfs Nachfolge soll im Verlauf des neuen Jahres eine Heimleiterin übernehmen. Mehr will Bürgermeister Birner zu dieser Personalie bis dato nicht preisgeben. Er betont aber, dass ihm viel an einem reibungslosen Übergang liege.
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