Sanierung und Erweiterung der Grundschule schreitet voran
Unterrichtsbeginn im Neubau

Blick in eines der neuen Klassenzimmer, die Tische und Bänke werden später noch zu Vierer-Gruppen zusammengestellt. Architekt Michael Steidl, die Rathaus-Mitarbeiter Georg Keil und Werner Schneeberger, Bürgermeister Martin Birner, Rektorin Sabine Bauer und Konrektorin Birgit Koholka (von links) sind zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Grundschul-Erweiterung. Bilder: Mardanow (2)
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Neunburg vorm Wald
06.09.2017
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Im Erweiterungsbau (rechts) beginnt ab Dienstag der Unterricht an der Grundschule. Währenddessen laufen im Außengelände die Fundamentarbeiten für Turnhalle und Pausenhalle.

Schotterberge türmen sich vor dem Schulgebäude, im Pausenhof kippt ein Bagger seine Schaufel aus. Zwar laufen in der Ledererstraße die Arbeiten zur Erweiterung der Grundschule auf Hochtouren, doch dem planmäßigen Unterrichtsbeginn am kommenden Dienstag steht nichts im Weg.

Während aktuell bis zu zehn Arbeiter täglich an den Fundamenten für die neue Pausenhalle und die neue Turnhalle werkeln, ist der Erweiterungsbau soweit fertiggestellt, dass hier ab nächster Woche Unterricht stattfinden kann. Tische und Bänke stehen schon in den Klassenzimmern, die Lieferung der Tafeln steht unmittelbar bevor, und die Möbel für die Mensa werden am Freitag erwartet.

Beim Pressetermin mit Rektorin Sabine Bauer, Konrektorin Birgit Koholka und Architekt Michael Steidl am Mittwoch bemerkt Bürgermeister Martin Birner im Neubau die deutlich höhere Temperatur im Vergleich zum alten Trakt - eine Auswirkung der modernen Dämmung in den neuen Wänden. "Im Sommer war es schön kühl", schildert der Planer einen weiteren Effekt und verweist auf eine "hohe Amplitudendämmung".

Erdwärme aus 140 Metern

Architekt Steidl lässt den bisherigen Projektverlauf Revue passieren. In den vergangenen Monaten sei der Altbau trockengelegt, mit einer Wärmedämmung und einer erweiterten Drainage versehen worden. Kanalleitungen für Turn- und Pausenhalle sowie den Verwaltungsbau, und benötigte Kabelkanäle für das Bestandsgebäude wurden eingebaut. Die Umrisse der künftigen Sporthalle lassen deren Dimension erkennen: "Die wird etwa um ein Drittel größer als bisher", erklärt der Architekt. Per Geothermie wird Erdwärme aus einer Tiefe von 140 Metern geholt, dafür seien 30 Bohrungen nötig gewesen. Die Arbeiten für die Erweiterung und Sanierung sollen ohne Pause weitergehen: Schon jetzt sind Teilprojekte ausgeschrieben, die erst im nächsten Jahr im Bauzeitenplan stehen. Am kommenden Donnerstag liegen den Stadträten weitere fünf Aufträge mit einer Summe von knapp einer halben Million Euro zur Vergabe vor.

Mit dem neuen Erweiterungsbau werden im neuen Unterrichtsjahr neue Lernformen sowie eine gebundene Ganztagsklasse an der Neunburger Grundschule Einzug halten. Die neue Rektorin Sabine Bauer kündigt interne Schulungen für das Lehrerkollegium an, die ab Oktober beginnen sollen: "Wir möchten das Beste aus den neuen Möglichkeiten herausholen." Neben externen Fachleuten wird auch Konrektorin Birgit Koholka ihre Erfahrungen in der Betreuung von Ganztagsklassen weitergeben. Mit Blick auf die schulische Ausstattung sieht Koholka "ideale Voraussetzungen" für eine erfolgreiche Umsetzung der neuen Lernkonzepte.

Noch bis September 2018 wird es dauern, bis an der Ledererstraße die Mensa für die Verpflegung der Ganztagsschüler eingebaut ist. Bis dahin steht für das Mittagessen ein Raum im Erdgeschoss zur Verfügung, die Kücheneinrichtung hat die Firma Irlbacher Blickpunkt Glas aus Schönsee - sie zeichnet für die Beleuchtung der neuen Klassenzimmer verantwortlich - der Schule überlassen. Das Catering wird Klaus Baumgärtner übernehmen der bereits die Mittelschule beliefert. Der Speiseplan soll, so die Idee der Rektorin, gemeinsam mit den Kindern erarbeitet werden.

Am besten zu Fuß

Bürgermeister Martin Birner zeigt sich erfreut über den Fortschritt auf der umfangreichen Baustelle. Er bittet Anwohner und Eltern um Verständnis, sollte es während des weiteren Verlaufs der Arbeiten zu Beeinträchtigungen kommen. Mit Blick auf die Baustellensituation bat er Väter und Mütter, die Grundschüler an Unterrichtstagen "nicht unbedingt bis vor die Haustür zu fahren". Wenn möglich sollten die Kinder über Krankenhausstraße, Wanderweg oder den Eisernen Steg zu Fuß in die Schule kommen. (Hintergrund)

HintergrundDie Arbeiten für die Erweiterung der Grundschule machen zum Schulbeginn ab Dienstag, 12. September, einige Änderungen in der Verkehrs- und Wegeführung nötig.

Wie die Stadtverwaltung informiert, befindet sich der einzige Zugang ins Schulgebäude an der Stirnseite des Erweiterungsbaus. Gehwege zum Eingang verlaufen entlang des Schulgebäudes und aus Richtung Wanderweg. Eine Bushaltestelle wird an der Südostseite (Areal des Lehrerparkplatzes) eingerichtet. Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, müssen in einem ausgewiesenen Haltebereich an der Stirnseite des Grundschul-Altbaus aussteigen. Außerdem wird für die Ledererstraße, im Bereich zwischen Wanderweg und Eiserner Steg, ein absolutes Halteverbot angeordnet. Es gilt Montag bis Freitag von 6 bis 17 Uhr.

Georg Keil, Bauamtsleiter im Neunburger Rathaus, ruft Autofahrer dazu auf, den Schulkomplex "am besten zu meiden". Werner Schneeberger, Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung, baut darauf, dass "die Eltern ihren Kinder soweit vertrauen, dass sie sie die letzten paar Meter Schulweg zu Fuß zurücklegen lassen". (mp)
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