"Seebarner Advent" lockt zahlreiche Besucher ins Heimatmuseum
Nikolaus löst Trubel aus

Höhepunkt des "Seebarner Advent" ist stets der Einzug des Nikolaus (Pfarrer Richard Salzl). Mit großen Augen und offenen Mündern lauschten die Buben und Mädchen, als er die Legende des Heiligen erzählte. Bilder: pko (2)
 
Mit Fleiß und Feuereifer halfen die jüngeren Besucher in der Weihnachtsbäckerei mit.

Der wohl größte Adventskalender in der Oberpfalz öffnete am Sonntag alle seine Türchen auf einmal. Beim "Seebarner Advent" im Bäuerlichen Heimatmuseum Oberpfälzer Wald befanden sich dahinter 24 Anbieter mit ihren attraktiven Angeboten.

Neunburg-Seebarn. Der Heimatverein stemmte den Kraftakt der Organisation und hatte auch den nötigen Draht nach oben. Bei trockenem Winterwetter, garniert mit Sonne, war der Ansturm der Besucher ungeahnt hoch. Das brachte sogar den Nikolaus in Bedrängnis, denn er hatte nicht mit so vielen Kindern gerechnet.

Beispiel für Engagement

Die Gäste wurden mit weihnachtlichen Weisen der Seebarner Blasmusik empfangen und Adolf Greiner hieß sie im Rankl-Anwesen willkommen. Der Vorsitzende des Heimatvereines gratulierte allen Barbaras zum Namenstag und dankte seinen fleißigen Helfern für die hervorragende Arbeit. Großes Lob für den Seebarner Adventsmarkt gab es auch von Bürgermeister Martin Birner, der das ehrenamtliche Engagement der Veranstalter hervorhob. Zusammen mit Gattin Sandra schaute er bei den unterschiedlichsten Ständen vorbei. Für ihren Eingangsbereich erstanden die Birners eine Willkommens-Deko aus einem alten Balken. Auch sonst stand altes Holz in Kombination mit Rostteilen oder Naturmaterialien wieder hoch im Kurs. Auch verzierte Dachziegel und alte Fenster mit schönen Sprüchen fanden ihre Liebhaber. Eine riesige Auswahl an Geschenkideen, Schmuck und kreativen Handarbeiten (genäht und gestrickt) begeisterten das Publikum. Besonderheiten darunter waren Krippen in vielen Variationen, Klosterarbeiten und der Gablonzer Weihnachtsschmuck von Monika Rauwolf-Hofmann aus Rötz. Die Eckl-Mühle versorgte mit leckerer Naturkost und auch Honig, Liköre und Marmeladen gab's zum Probieren.

Eisenbahn und Plätzchen

Bis zum großen Auftritt des heiligen Nikolaus konnten die Kinder in der Rankl-Scheune den Zügen in der Winterlandschaft der Modelleisenbahn zuschauen oder am Carrera-Wettbewerb teilnehmen. In der Weihnachtsbäckerei bewiesen viele Mädchen und Buben ihr Talent beim Plätzchen verzieren, und die Besucher waren begeistert, wenn ihnen der Duft von frischem Gebäck in die Nase stieg. Die lebende Krippe mit echtem Esel erfreute sich ebenfalls regen Interesses, bevor die Darsteller als Eskorte für den Nikolaus gebraucht wurden.

Und in dieser Rolle zog Pfarrer Richard Salzl wieder alle in seinen Bann. Als heiliger Nikolaus schenkten ihm Kinder und Erwachsene ihre ganze Aufmerksamkeit, als er die Legende des Bischofs erzählte. Schnell waren die 100 vorbereiteten Päckchen verteilt. Eine besondere Freude war es, zu sehen, wie die Beschenkten mit jenen Kindern, die leer ausgegangen waren, ihre Geschenke teilten. Das ließ ein echtes Weihnachtsgefühl aufkommen.

Bestens versorgt mit Kaffee, Kuchen, Glühwein und Feuerzangenbowle genossen die Besucher einen stimmungsvollen zweiten Advent in Seebarn. Gegen Abend wurden dann mehr Bratwurstsemmeln und das Kraut vom Schlachtfest verspeist.

Seebarner AdventVeranstalter: Heimatverein Seebarn; Ort: Bäuerliches Heimatmuseum Oberpfälzer Wald; Lokalitäten: Alter Pfarrhof und Rankl-Anwesen.

Angebot: lebender Adventskalender mit 24 Anbietern mit verschiedenen Dekoration und Handarbeiten; Höhepunkt: Der Auftritt des heiligen Nikolaus mit Bescherung. (pko)
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