Stadt informiert über Winterdienst sowie Räum- und Streupflicht
Auf Schnee und Eis vorbereitet

Im Gespräch mit dem neuen Bauhof-Vorarbeiter Christian Neumaier informierte sich Bürgermeister Martin Birner über den Winterdienst. Bilder: pko (2)
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Neunburg vorm Wald
07.12.2016
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Christian Neumaier. Bild: pko

Das Personal und die Winterdienstfahrzeuge in der Stadt Neunburg sind für den ersten Schneefall gerüstet. Bis zum 30. März stehen die Mitarbeiter sowie private Winterdienst-Unternehmen in ständiger Bereitschaft. Aber auch Hausbesitzer müssen nun wieder zur Schaufel greifen.

Wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung verdeutlicht, fordern die sinkenden Temperaturen nicht nur den städtischen Winterdienst, sondern erinnern alle Hausbesitzer auch an die Räum- und Streupflicht. Das Rathaus sieht den Winterdienst darin als Herausforderung für alle: "Nur gemeinsam können wir im Winter sichere Straßen und Wege, die ohne erhebliche Unfallgefahren benutzt werden können, gewährleisten."

Kontrolle ab 3.30 Uhr

Die Pressemitteilung zählt die städtischen Leistungen beim Winterdienst auf. Der zuständige Winterdienstleiter, der wöchentlich wechselt, beginnt um 3.30 Uhr seine Kontrollfahrten und prüft die Straßenverhältnisse. Bei Bedarf werden wochentags ab 4.30 Uhr, am Wochenende ab 5 Uhr, die Einsatzkräfte abgerufen, um auf die Straßen "auszurücken". Während der Nachtzeit findet kein Räum- oder Streudienst statt.

Fürs Schneeräumen und Streuen in Stadt und Ortsteilen sind Winterdienstpläne vorhanden. Vorrangig geräumt werden stark befahrene Straßen und Strecken des öffentlichen Nahverkehrs sowie Steigungen. Bei starken Schneefällen werden diese Bereiche auch öfters geräumt. Dadurch könne es auch einmal vorkommen, dass Seitenstraßen in Wohngebieten vernachlässigt werden und die Anlieger auf das Räumfahrzeug warten müssen. Allerdings schreibt das Bayerische Straßen- und Wegegesetz eine Räum- und Streupflicht lediglich für gefährliche und verkehrswichtige Stellen der Fahrbahn vor. Ein Großteil des Winterdienstes ist damit eine freiwillige Leistung der Stadt, für die keine gesetzliche Verpflichtung besteht.

Die Straßenanlieger (Grundstückseigentümer und Besitzer) sind innerhalb der geschlossenen Ortslage einschließlich der Ortsdurchfahrten verpflichtet, die Gehwege entlang ihrer Grundstücke bei Schneefall zu räumen sowie bei Schnee- und Eisglätte zu streuen. Das gilt auch bei unbebauten Flächen. Die Räum- und Streupflicht ist werktags bis 7.30 Uhr, sonn- und feiertags bis 8 Uhr zu erfüllen. Wenn danach Schnee fällt oder es glatt wird, muss unverzüglich erneut geräumt und gestreut werden. Diese Vorschrift endet täglich um 20 Uhr. Beim Streuen soll der Einsatz von Salz oder salzhaltigen Stoffen auf ein Minimum beschränkt werden.

Die Gehwege sind auf einer Breite von mindestens einem Meter zu räumen und zu streuen. Bei Straßen ohne Gehsteig sind Flächen am Rande der Fahrbahn und entlang von Gebäuden - ebenfalls einen Meter breit - von Eis und Schnee zu befreien. Bei nur einem Gehweg haben die Anlieger beiderseits der Straße im Wechsel die Verpflichtung zum Winterdienst. Nicht zulässig sei es, den Schnee einfach auf die Straße zu schippen. Werde dadurch ein Unfall ausgelöst, müsse der Verursacher dafür haften. Häufig bremsen auch parkende Autos in den Seitenstraßen die Winterdienst-Fahrer. Die Verwaltung appelliert dazu, eine Durchfahrt mit einer Mindestbreite von drei Metern für Schneepflüge - aber auch für Rettungsfahrzeuge - freizuhalten. Auch die Standplätze von Mülltonnen seien regelmäßig von Schnee und Eis zu befreien, damit die Entsorgung reibungslos stattfinden kann.

Bitte um Verständnis

Manchmal könne es vorkommen, dass die städtischen Räumfahrzeuge bereits freigeschaufelte Einfahrten und Durchgänge wieder zuschieben. Die Stadtverwaltung bittet alle Haus- und Grundstücksbesitzer in so einem Fall um Verständnis, wenn sie nochmals zur Schneeschaufel greifen und erneut räumen müssen.

Winterdienst in ZahlenRund 200 Kilometer Straßen und Wege werden im Stadtgebiet geräumt und gestreut. 10 Arbeitskräfte sind bei einem Volleinsatz unterwegs. Insgesamt sind 450 Tonnen Salz und 30 Tonnen Splitt gelagert.

4 Fahrzeuge werden mit Schneepflug und Streugeräten für den Winterdienst ausgerüstet. Für die Rad- und Wanderwege stehen 2 Kleinräumer bereit.

Servicetelefon zum Winterdienst

Fragen zum Winterdienst beantwortet die Stadt Neunburg per Servicetelefon unter 09672/9208400. (hfz)

Neuer Vorarbeiter im Bauhof

Neunburg vorm Wald. (pko) Der 32-jährige Christian Neumaier ist neuer Vorarbeiter des Bauhofs. Bereits seit 1999 ist der Neunburger bei der Stadt beschäftigt, hier absolvierte er auch seine Ausbildung. Zu seinen Leitungsaufgaben gehört die Einteilung sämtlicher Arbeiten und Fahrzeuge sowie die Personalplanung. Auch Aufträge aus dem Rathaus sind auszuführen, aktuell der Aufbau für den Burg-Advent.
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