28.07.2017 - 16:50 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Tennisclub setzt Ausrufezeichen in der Festwoche Deftige Portion Rock serviert

Der Tennisclub verwöhnte die Musikfreunde mit satten Klängen. Das Organisationsteam um Vorsitzenden Martin Scharf brachte zwei Power-Bands nach Neunburg und setzt ein Ausrufezeichen im Jubiläumsjahr.

Die fünf Musiker der schwedischen Band "Days of Jupiter" ließen die Schwarzachtalhalle mit ihrem kompromisslosen Heavy-Rock beben. Bilder: weu (3)
von Udo WeißProfil

Direkt von den britischen Inseln eingeflogen, eröffnete die Beatles-Coverband "Made in Liverpool" das musikalische Feuerwerk. Visuell und akustisch boten die vier Jungs, die alle aus Liverpool stammen, ein realistisches Konzert wie zur Zeit der "Beatlemania". Wie durch eine Zeitmaschine wurden die Zuschauer in die 60er Jahre versetzt und fast drei Stunden lang mit authentischer Technik und Instrumenten sowie dem typischen Sound "wie damals" unterhalten.

Martin Scharf, der vor Monaten extra nach Liverpool gereist war, um sich von der Qualität der Band ein Bild zu machen, hatte einen Glücksgriff getan. Hob sich diese Band doch von den vielen Revival-Shows für den Beatles-Fankreis positiv ab, da sie nicht nur die bekannten Hits, sondern auch so manche Rückseite von Beatlesplatten und damit eher unbekanntere Stücke performte. Schon mit dem ersten Stück "A hard day's night" schwappte der Funke auf das Publikum in der voll besetzten Schwarzachtalhalle über. "Are you happy?", fragte der Gitarrist und schon ging's weiter mit "I feel fine".

Rhythmus geht in die Beine

Die vier Musiker sahen nicht nur so aus wie ihre bekannten Vorbilder, sie schafften es auch, deren Eigenheiten darzustellen und die Stimmung der Zeit zu vermitteln. Spätestens bei "Back in the USSR" kochte der Saal, und auch die Gäste auf den Sitzplätzen hielt es nicht mehr auf den Stühlen. Im zweiten und dritten Teil spulten die Vier dann einen Hit nach dem anderen ab. "With a little help from my friends", "Help", "Eight days a week" und "Can't buy me love" waren einige Beispiele davon. "Komm gib mir deine Hand" der einzige Titel den die Beatles auf Deutsch sangen, durfte natürlich auch nicht fehlen.

Nach fast drei Stunden musikalischer Höchstleistung beendeten die Cavern Beatles mit "Hey Jude" das Konzert, ließen sich aber nicht lange um eine Zugabe bitten. Bei "Twist and shout" gab es für die begeisterten Gäste kein Halten mehr, und ein bemerkenswerter Abend ging zu Ende, bei dem man das Gefühl vermittelt bekam, ein Konzert der "echten" Beatles zu hören - nur das Gekreische der jungen Mädchen fehlte.

Fortgesetzt wurde die Festwoche am Donnerstag mit einem Hard-Rock-Konzert. An diesem Abend, der von den Lokalmatadoren "Stereostoned" eröffnet wurde, war ein anderes Publikum gefragt. Hier kamen die Freunde des Metal auf ihre Kosten. Mit ihrem gewohnt kompromisslosen Hard-Rock wurde die Oberpfälzer Band von den Fans frenetisch gefeiert. Wie Joe Cocker in seinen besten Zeiten stampfte und bewegte sich Jan Alesik auf der Bühne und röhrte die selbst geschriebenen Texte in die gut besetzte Schwarzachtalhalle. Hermann Utz spielte gewohnt professionell die Lead-Gitarre, und Jürgen Heigl (Schlagzeug) sowie Christoph Schmid (Bass) sorgten für den krachenden Rhythmus. Einige neue Lieder, die im Herbst auf der nächsten CD erscheinen werden, waren im Programm.

Geballte Metal-Ladung

Zum Höhepunkt des Abends stürmten die fünf schwedischen Rocker von "Days of Jupiter" die Bühne. Die sympathischen Musiker um den charismatischen Frontmann Jan Hilli, der mit seiner markanten Stimme überzeugte, servierten mit viel Spiellaune melodischen Hardrock vom Feinsten. Liebhaber dieser opulenten Musikart kamen auf ihre Kosten und groovten auf der Tanzfläche. Die meisten Titel stammten aus ihrem dritten Album "New awakening", aber auch aus der "Secrets brought to life-CD" waren Stücke zu hören. Nach einer geballten Ladung an Hardrock und Metal-Klängen, bei denen die Fans dieser Musikrichtung voll auf ihre Rechnung gekommen waren, endeten die "Party Nights", die der Tennisclub in hervorragender Weise organisiert und dadurch das Jubiläumsjahr um eine bemerkenswerte Attraktion bereichert hatte.

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