THW-Nachwuchs absolviert 24-Stunden-Übung
Rund um die Uhr für den Ernstfall geprobt

Hochbetrieb herrschte im Stützpunkt bei der 24-Stunden-Übung des THW-Nachwuchses: Ein breites Spektrum an Aufgaben und Einsatz-Szenarien war dabei zu bewältigen. Bild: exb

Von der verschütteten Person über die Funk-Ausbildung bis hin zur Ölsperre: Ein breites Spektrum an Aufgaben und Einsatz-Szenarien hatte der Nachwuchs des Technischen Hilfswerks bei einer 24-Stunden-Übung zu bewältigen.

Am Eixendorfer Stausee war eine Person in unwegsamen Gelände verschüttet worden. Während eine Gruppe die Ausleuchtung am Unglücksort sicherstellte, kletterte ein Helfer mit Absturzsicherung den Hang hinunter, an dessen Fuß das "Opfer" unter einer Last begraben lag. Mit Steckleitern wurde weiteren Helfern der Abstieg ermöglicht und der Verletzte medizinisch versorgt. Zeitgleich wurde ein Einsatzgerüstsystem errichtet, um die Last anzuheben. Es gelang, die Person per Schleifkorb in Sicherheit zu bringen.

Im Anschluss folgte eine Auffrischung zum Thema Digitalfunk, so dass alle Helfer für die nächste Übungseinheit gegen 21.30 Uhr gewappnet waren: Etwa 90 Minuten waren mehrere Einsatzfahrzeuge im Altlandkreis zur Funkübung unterwegs. Geprobt wurde die richtige Kommunikation zwischen der Führungsebene und den Einheiten.Nach einer kurzen Nacht stand die Vorbereitung für den Bezirksjugendwettkampf in Neumarkt auf dem Plan. Die Teilnehmer mussten sich unter anderem bei Holzbearbeitung, Verkehrsabsicherung und einer Geschicklichkeitsaufgabe beweisen. Gegen 14 Uhr schellten erneut die Funkwecker und die Helfer rückten zur Alarmübung nach Dieterskirchen aus, die Einsatzmeldung lautete "verschüttete Person in der Silbermühle". Beim Eintreffen des Technischen Hilfswerks waren bereits Einsatzkräfte der Feuerwehren Dieterskirchen, Bach und Prackendorf vor Ort.

Da in der Nähe der Unfallstelle ein verdächtiges Fass mit Gefahrgutkennzeichnung und womöglich hochentzündlichem Inhalt entdeckt worden war, musste dieses durch die Feuerwehr unter Atemschutz erkundet werden. Währenddessen wurde eine Ölsperre im vorbeifließenden Bach errichtet. Die Atemschutzträger konnten kurz darauf Entwarnung geben und die THW-Helfer nach einer Lagebesprechung der Einsatzleiter zum Verunglückten vorrücken, der - so das Übungsszenario - unter einer Ladung Baumstämme lag.

Mit Spanngurten wurden mehrere Stämme gebündelt und per Kettenzug gesichert, so dass sie per Hebekissen verschoben werden konnten, um das Unfallopfer möglichst schonend aus seiner misslichen Lage zu befreiten. Auch die medizinische Versorgung während der Bergung wurde durch das THW sichergestellt.

Nach Ende der Übung und einer kurzen Abschlussbesprechung, konnten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehren und des THW bei einer Brotzeit über die Einsatzfahrzeuge und Ausrüstung der verschiedenen Organisationen informieren. Für die Vorbereitung und Organisation gilt den Feuerwehren ein großes Dankeschön. Wieder einmal zeigte sich die hervorragende Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen. Auf der Heimfahrt erhielten die Helfer schon die nächste Einsatzmeldung: Auf dem THW-Gelände waren bei Arbeiten zwei Personen verunglückt, eine von ihnen stürzte in einen mehrere Meter tiefen Schacht und musste von der Bergungsgruppe aus einem engen Schacht geborgen werden. Die zweite Bergungsgruppe rettete den zweiten Verunglückten mit dem Schleifkorb vom Dach eines Containers.
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