27.02.2018 - 16:10 Uhr
Neunburg vorm Wald

Vernissage der Ausstellung "Finstere Gesellen" Kunstwerke mit Grusel-Faktor

Wo sonst Musik oder Kabarett zu Hause sind, empfangen nun Hexen, Teufel und Perchten das Publikum. Bei der Fotoausstellung "Finstere Gesellen" können die eindrucksvollen Gestalten hautnah in der Schwarzachtalhalle erlebt werden.

Zu einem besonderen Hingucker wird die Fotoausstellung auch Dank der Original-Gewänder des "Schwarzachtal Pass". Die Gäste der Vernissage, egal ob groß oder klein, zeigten sich sehr beeindruckt. Bilder: weu (2)
von Udo WeißProfil

Zur Vernissage am Sonntag durfte sich Fotograf Michael Heider über zahlreiche Gäste freuen. Vor fünf Jahren ist er zum "Schwarzachtal Pass" gekommen, hat viele Fotos von den unterschiedlichen Masken und Figuren gemacht und immer schon die Idee verfolgt, diese auszustellen, sagte er. Mit seiner Partnerin Nicole Müller, die als Drucktechnikerin ein eigenes Studio betreibt, wurden die Fotografien auf Leinwand gebannt.

Gegen Negativ-Image

So entstanden 21 gruselig-schöne Bilder, die den Betrachter in ihren Bann ziehen. Damit wollte Heider auch das teilweise negativ angehauchte Image des Vereins, der öfter mal als angeblicher Kinderschreck bezeichnet wird, zurechtrücken. Dass dies meistens nicht der Fall ist, beweisen einige Fotos, die gruselige Gestalten mit lachenden Kleinkindern auf dem Arm zeigen. "Hinter den Gestalten steckt viel Brauchtum. Die Mitglieder des Vereins haben eine große Leidenschaft für das, was sie tun", hob Heider hervor.

Von Nikolaus bis Rauhnacht

Viele Masken wurden vom Vorsitzenden Timm Buckley geschnitzt oder stammen aus Österreich, wo dieses Brauchtum hohen Stellenwert besitzt. Ob als Krampus, der den heiligen Nikolaus begleitet oder finstere Gestalten, die in den Rauhnächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag umgehen oder den Winter austreiben - die verschiedenen Erklärungen unter den Bildern geben Aufschluss über die damit verbundenen Bräuche.

"Sowohl die Bilder als auch die Masken sind Kunstwerke", betonte Bürgermeister Martin Birner, der die Ausstellung als "geniale Idee" bezeichnete. Er ging besonders auf die gelungenen Fotografien von Michael Heider ein, mit denen die Masken ins rechte Licht gerückt werden. Die Gestalten, die bei verschiedenen Veranstaltungen in und um Neunburg dabei sind, würden zwar durch Größe und Hässlichkeit manchem Angst einjagen, aber sie werden ja dann abgenommen, so dass man die Personen dahinter erkenne, erläuterte Birner. Mit dem Wunsch nach "furchtbarer Begegnung mit schaurigen Gestalten" erklärte er die Ausstellung für eröffnet und lud auch zu einem kleinen Imbiss ein.

Öffnungszeiten

Die Fotoausstellung ist bis 10. März zu sehen. Geöffnet ist Mittwoch, Samstag und Sonntag, jeweils von 16 bis 20 Uhr. Eingang ist über das Restaurant "Esszimmer".

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