09.04.2018 - 10:52 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Willi Weitzel nimmt Publikum auf "wilde Wege" mit Einer, der die Welt erklärt

Er ist das Gesicht der beliebten Kindersendung "Willi will's wissen" und reist seit einigen Jahren als Abenteurer für "Willis wilde Wege" durch die Welt: Willi Weitzel. In der Schwarzachtalhalle begeistert der studierte Hauptschullehrer Kinder und Eltern mit seinem Multivisionsvortrag.

In der Schwarzachtalhalle begeisterte der studierte Hauptschullehrer Willi Weitzel (Bekannt aus "Willi will's wissen") Kinder und Eltern mit seinem Multivisionsvortrag über seinen "wilden Weg". Bild: weu
von Udo WeißProfil

Sein Ziel ist, das Herz zu öffnen und zum Lachen zu animieren, aber auch mehr über das Leben anderer zu erfahren und darüber zu berichten. Dies ist ihm in seinem zweistündigen Vortrag auch vortrefflich gelungen. Willi Weitzel reiste an die Ostküste Afrikas in den wilden Norden Kenias, wo es seit Monaten nicht mehr geregnet hat. In eindrucksvollen Bildern schilderte er den Kampf, für Mensch und Tier nach Trinkwasser zu suchen.

Schulklasse mit 82 Kindern

Den entbehrungsreichen und von unerträglichen Temperaturen geprägten Alltag afrikanischer Kinder verglich er mit dem deutscher Kinder. Obwohl man in Afrika barfuß Fußball spielt und als Wurfball einen mit Stroh gefüllten Socken verwendet, lachen die Kinder viel und haben Spaß. Das Abc wird auch dort gelernt, allerdings mit 82 Kindern in der Klasse. Unter die Haut ging das Foto von bewaffneten Kindern, die Krieg um Weideland führen, damit ihre Tiere und damit sie selber nicht verhungern. Willi versucht stets, Probleme direkt anzusprechen, ob es um Klimawandel und CO2 oder Plastikmüll geht. Auf hoher See erlebte er auf einem Forschungsschiff, wie sehr die Ozeane vor allem durch Plastikabfall verschmutzt sind. Kurzerhand startete er zu Hause den Versuch, ganz ohne Plastik auszukommen, was nicht immer einfach war.

Ohne Geld ausgesetzt

"Willis wilder Weg" war auch witzig. Er ließ sich an einem für ihn unbekannten Ort in Deutschland aussetzen. Ohne Handy und ohne Geld gelang es ihm, sich bis zu seinem Wohnort durchzuschlagen. Auch sein Schwimm-Abenteuer quer durch den Ammersee, der mit Schüttelfrost, Krämpfen und einem Happy-End einherging, fanden die jungen Zuhörer aufregend. Spannend, lustig, aber auch staunend präsentierte er seine Abenteuer, bezog die Kinder immer mit ein, stellte Fragen oder zählte den Countdown "5, 4, 3, 2, 1, 0" mit ihnen, um das nächste Filmchen anzukündigen.

Auch als Tierfotograf versuchte er sich, um das perfekte Tierfoto zu schießen. Mit dem erfahrenen Tierfotografen Konrad Wothe und einer seiner drei Töchter bezog Willi ein Tarnzelt und übte sich erstmal in Geduld, bis er schließlich einen Fuchs vor die Linse bekam. In Alaska kam er den großen Grizzlybären auf die Spur und fotografierte sie beim Fangen von Lachsen. Zur Abwechslung ließ er die Zuschauer wie Bären brummen und sich strecken. Nach der lehrreichen, amüsanten Show stellte sich Willi für Autogramme im Foyer zur Verfügung.

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