13.09.2007 - 00:00 Uhr
NeusorgOberpfalz

Elfjähriger Kilian Fraunholz aus Neusorg holt sich in Eppingen Goldmedaille im Fahnenhochwurf Schwungvoll zum Weltmeistertitel

Das erst drei Jahre alte "Hirschberger Fähnlein zu Schwarzenreuth 1504" hat einen Weltmeister in seinen Reihen. Der elfjährige Kilian Fraunholz aus Neusorg errang bei der Fahnenhochwurf-Weltmeisterschaft im baden-württembergischen Eppingen den ersten Platz und damit die Goldmedaille.

von Autor ÖTProfil

Als Geburtsstunde des "Hirschberger Fähnleins zu Schwarzenreuth 1504" kann das Nachstellen der Schlacht vom 8. August 1504 im bayerischen Erbfolgekrieg in der Hofmark bei Ebnath im Jahr 2004 bezeichnet werden.

Damals trafen in einem Schlachtgetümmel, verbunden mit einem Markttreiben, die Nachfahren der aus dem heutigen Oberfranken stammenden Markgräflichen auf die Kurpfälzer Landsknechte.

Geschichte lebendig halten

Nach diesem historischen Schlagabtausch verschrieb sich das Fähnlein dem Gedanken, die Geschichte lebendig zu erhalten. So wurde im Jahr 2005 dem 400-jährigen Bestehen des Schlosses von Schwarzenreuth und der Hochzeit des Hans von Hirschberg mit der sächsischem Geblüt entstammenden Anna Preuß mit einer zweitägigen Feier gedacht.

Das "jüngste Kind" des rührigen Vereins sind die Fahnenschwinger. Auf die Möglichkeit, diese Kunst zu erlernen, machte die Mitglieder des "Hirschberger Fähnleins" Vorsitzender Sepp König in der Jahreshauptversammlung im April aufmerksam.

Gleich acht Teilnehmer, darunter zwei Frauen, meldeten sich zu einem Kurs an. Hier durften sie unter der Leitung von Gerhard Schlaich vom Verein "Fahnenschwinger der Niedernburg" aus Konstanz den Umgang mit den Flaggen erlernen.

Aus dieser Begeisterung heraus wurde am 30. Juni die Fahnenschwingergruppe des Hirschberger Fähnleins zu Schwarzenreuth 1504 gegründet. Nachdem in Bayern derzeit noch kein Landesverband existiert, schloss sie sich dem Landesverband der Fahnenschwinger Baden-Württemberg an. In vielen Übungsstunden in der Ebnather Turnhalle erarbeiteten sich die Mitglieder die Grundkenntnisse und feilten an den Schwung- und Wurftechniken.

Ihren ersten Auftritt hatten die Hirschberger gemeinsam mit den "Fahnenschwingern der Niedernburg" aus Konstanz am 11. August beim großen Seenachtsfest in Konstanz am Bodensee.

Fliegende Flagge im Garten

Erst dort erfuhr das "Hirschberger Fähnlein" von der Fahnenhochwurf-Weltmeisterschaft in Eppingen. Kurz entschlossen wurde das jüngste Mitglied der Truppe, Kilian Fraunholz aus Neusorg, zu dem Wettbewerb gemeldet. Dessen Nachbarn wunderten sich oft über die fliegende Flagge, als sich der junge Fahnenschwinger im elterlichen Garten intensiv auf den Wettbewerb vorbereitete.

Nun war es so weit: Kilian fuhr mit seinen Eltern und Sepp König, dem Vorsitzenden des Hirschberger Fähnleins, zur Weltmeisterschaft nach Eppingen.

Dort trug der Übungsfleiß des Elfjährigen Früchte. Er errang in seiner Altersklasse II mit einer Höhe von fünf Metern den ersten Platz und damit den Weltmeistertitel. Dafür durfte er eine Goldmedaille in Empfang nehmen.

Mit großem Jubel wurde der junge Weltmeister am Sonntag zu Hause von seinen Hirschberger Fahnenschwingerkollegen vor der turnusmäßigen Übungsstunde begrüßt und gefeiert.

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