Neusorger Gemeinderäte für Vorhaben der Firma Daubner - Bebauungsplan geändert
Plan für Solarpark kommt gut an

Lokales
Neusorg
23.04.2013
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Unter dem Förderprogramm "Alte Lasten - neue Energien" plant die Firma Daubner in Neusorg auf dem südlich ihrer Tankstelle gelegenen Gelände die Errichtung eines privaten Solarparks. Dazu war in der jüngsten Gemeinderatsitzung in Neusorg der Planer Gottfried Blank aus Pfreimd vor Ort, um dem Gremium das Projekt vorzustellen.

Laut Bürgermeister Peter König stellten die ersten Rammversuche auf der bis Ende der 70er Jahre als Hausschuttdeponie genutzten Fläche noch keine aussagekräftigen Ergebnisse hinsichtlich eventueller Altlasten dar.

Messstelle einrichten

Somit wird nun das Wasserwirtschaftsamt eine Grundwassermessstelle einrichten, um letztendlich Gewissheit zu erlangen. Laut Gottfried Blank vom gleichnamigen Architekturbüro aus Pfreimd werde der bestehende Bebauungsplan mit seinen Baugrenzen nicht überschritten. Von daher wäre kein zusätzlicher Ausgleich an Flächen nötig.

Objektive Haltung

Aus dem Gewerbegebiet werde durch die Nutzung mit einer Photovoltaikanlage ein Sondergebiet, dem der Gemeinderat mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan zustimmen müsse. Von seiten des Landratsamtes sei in Vorgesprächen eine positive Haltung gesehen worden.

Die aufzustellenden Module würden eine Maximalhöhe von drei Meter erlangen und bedecken nur 50 Prozent der Fläche. Durch eine entsprechende Bepflanzung entlang der Straße nach Stöcken in Form eines Grüngürtels würde sich laut Planer auch nach außen hin ein entsprechendes Bild geben.
CSU-Sprecher Dr. Günther Fütterer sah, dass dies eine annehmbare Lösung sei, nachdem man ja schon zwei Anlagen sehr pessimistisch betrachte. Jedoch sei hier eine gute Lösung wegen fehlender Nachbarn und der Lösung der Altlastenproblematik zu sehen. Darüber hinaus freue es ihn, dass es ein Neusorger Unternehmen sei, das hier neue Energien in die Hand nimmt und vielleicht dadurch irgendwann auch Steuergelder der Gemeinde zugute kommen könnten.

Dieter König (SPD) freute sich wie sein Vorredner, endlich guten Gewissens ein Projekt genehmigen zu können, nachdem man ja schon zweimal als "gebranntes Kind" dastand. Seine Frage nach der Neigung der Module beantwortete der Planer, dass diese gen Südwesten grob Richtung Stöcken sein werde. Auch Karl Lenhard von der FW-Gemeinschaft freute sich, dass ein heimischer Investor hier das Heft in der Hand hält. Er dankte dem Planer für seinen Vortrag und signalisierte ebenso wie seine Vorredner Zustimmung. Gerhard Fröhlich fragte nach, was denn mit der Teerstraße geschehen soll, die sich laut Plan nördlich noch befinde. Laut dem Gottfried Blank sei von der Firma Daubner diese als Zufahrt und Lagerfläche zur weiteren Nutzung vorgesehen.

Rückbaugarantie

Der Bürgermeister blickte in die Zukunft, wonach eine eventuelle Rückbaugarantie bei Auslaufen der Förderung in etlichen Jahren oder anderen unvorhergesehenen Dingen mit in den Vertrag aufgenommen werden sollte.

Dem vorgelegten Plan mit der ersten Änderung des Bebauungsplanes "An der Industriestraße" in Neusorg zu einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan An der Industriestraße mit gleichzeitiger fünfter Änderung des Flächennutzungsplanes stimmte der Gemeinderat einhellig zu.
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