22.02.2018 - 20:00 Uhr
Neusorg

Aus dem Gemeinderat Neusorg Bauprojekte füllen die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung Neusorg

Ob da nicht die ernsthafte Gefahr besteht, dass die Gemeinderatssitzungen in Neusorg künftig länger dauern? Die Mitglieder des Gremiums waren auf alle Fälle hochzufrieden mit der neuen, rückenfreundlichen Stühlen.

Der Bebauungsplans "Beim Kolpingsheim" in Riglasreuth ist wieder einen Schritt weitergekommen. Repro: kkl
von Autor KKLProfil

Zur Änderung des Bebauungsplans "Beim Kolpingsheim" in Riglasreuth knüpfte Architekt Gerald Braun an den bereits in der Oktobersitzung 2017 Jahres dargestellten Umfang des Bauprojekts an. Das Wasserwirtschaftsamt Weiden habe in seiner Stellungnahme keine grundsätzlichen Bedenken. Weiter nahm der Gemeinderat den Widerspruch zur Änderung des Bebauungsplans von Gerhard Schraml bezüglich der vorgesehenen öffentlichen Grünflächen nordwestlich des Bebauungsgebietes zur Kenntnis. Gerald Braun hat die abgestimmten Änderungen in die neue Fassung des Bebauungsplan vom 23. Januar 2018 eingearbeitet. Der Gemeinderat beschloss die Satzung.

Ein weiteres Projekt ist das seit mehreren Jahren leerstehende "Seitz-Haus" in Riglasreuth. Das einsturzgefährdete Gebäude ist Eigentum der Kommune. Die Entwurfsplanung zum Abriss des angebauten Wohnhauses hat das Büro Rupp Bodenschutz in Neustadt am Kulm übernommen. Diplomgeologe Roland Heberl stellte dem Gremium das Projekt vor. Der Förderantrag bei der Förderoffensive Nordostbayern soll anhand dieses Entwurfs eingereicht werden.

Heberl erläuterte dem Gremium den Zustand des maroden Gemäuers sowie die Entsorgung von sogenannten gefährlichen und wassergefährdenden Stoffe, die Entkernung und den Rückbau des Gebäudes. Die Baukosten der Entwurfsplanung belaufen sich knappe 55 000 Euro. Hinzu kommen Baunebenkosten, inklusive Kosten für statische Berechnungen von 10 000 Euro. Seitens des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) sei eine Förderung von 90 Prozent in Aussicht gestellt worden, informierte Bürgermeister Peter König. Die Gesamtkosten von knapp 65 000 Euro abzüglich der Zuwendung vom ALE, rund 58400 Euro, ergäben rund 6500 Euro Eigenanteil für die Gemeinde. "Das ist eine tolle Geschichte", fand König.

Mit Kirche und Kolping

Zum Projekt Kolpingheim in Riglasreuth bat Bürgermeister König Architekt Gerald Braun, auf die Änderungen der Entwurfsplanung einzugehen. Diese Maßnahme wurde bereits in der Gemeinderatssitzung im Dezember vorgestellt (wir berichteten), befürwortet und beim ALE angemeldet. Es fanden dazu mittlerweile Gespräche mit der Pfarrkirchen-Stiftung Pullenreuth und der Kolpingfamilie Riglasreuth mit Walter Pirner und Josef Hösl statt. Die Kolpingfamilie befürwortet eine Überdachung des Kellerzugangs und ein durchgängiges Vordach, das auch die Außentreppe schützt. Dadurch verteuere sich das Projekt um rund 10 000 Euro. Nach einstimmiger Anerkennung der Entwurfsplanung kann die Bauverwaltung der Gemeinde nun die Förderunterlagen einreichen. Die Baukosten belaufen sich nun auf 275 000 Euro. Hierauf wird eine Förderung von 90 Prozent in Aussicht gestellt. Den Eigenanteil von 27 500 Euro trägt zunächst die Gemeinde als Maßnahmenträger. Die Refinanzierung dieses Eigenanteils wird über die Pfarrkirchen-Stiftung Pullenreuth erfolgen, so dass am Ende keine Kosten für Neusorg entstehen. Es werde ein Kleinod und ein Stück Lebensqualität für Riglasreuth entstehen, merkte zweiter Bürgermeister Dr. Günther Fütterer dazu an.

In Sachen Dorferneuerung Riglasreuth-Weihermühle gehe es ins Eingemachte, kündigte Bürgermeister Peter König den nächsten Tagespunkt an. Der Weg sei frei, in die Umsetzungsphase zu kommen. Die Dorferneuerung werde mit 75 Prozent gefördert und mit 25 Prozent durch die Gemeinde bezuschusst. Die Kostenaufstellung weist für die Neugestaltung 327 000 Euro und für die Bepflanzung der Dorfmitte Weihermühle 32 700 Euro auf. Der Gemeinde Neusorg würden 104350 Euro abverlangt. Die Gemeinde Neusorg wird am Ende Eigentümer der Anlagen und unterhaltspflichtig sein. Die Fraktionsvorsitzenden freuten sich, dass es bei der Dorferneuerung Riglasreuth-Weihermühle einen Schritt vorwärts geht und stimmten der Vereinbarung zwischen der Teilnehmergemeinschaft Riglasreuth-Weihermühle und der Gemeinde Neusorg zu.

Es werde Licht

Ebenso stimmte der Gemeinderat einhellig der Vereinbarung über ein innovatives Beleuchtungssystem, inklusive Batteriespeicher, Leuchten und teilweiser Umrüstung bestehender Leuchten, in Weihermühle zu. Die Kosten belaufen sich auf 60 000 Euro. Auch hier wird es eine Förderung über 75 Prozent geben. Das Bayernwerk will sich als Pilotprojekt einbringen und die Kosten für den Speicher übernehmen, teilte Bürgermeister König mit. Bauzeit-Ende werde am 31. August 2019 sein.

Weiterhin 27 Euro

Für den Sommer 2018 ist die Entsorgung der Grünabfälle zu organisieren, sagte Peter König. Erfreulich sei, dass es ein kleines Plus bei der Kalkulation der Einnahmen 2017 gegeben habe. Vergangenes Jahr seien 585 Kubikmeter Rasenschnitt und 434 Kubikmeter holzige Abfälle im Bauhof angeliefert worden. Der gemeindliche Anfall von Rasenschnitt bewegt sich bei rund 150, für holzige Abfälle etwa 50 Kubikmeter. Insgesamt 299 Berechtigungsscheine zu 27 Euro seien 2017 ausgegeben worden.

Wichtig ist für Bürgermeister König, die Hinterfragung der Menge der Grünabfälle der Gemeinde. Es soll beim Bürger nicht der Eindruck entstehen, dass die Grünabfälle der Gemeinde durch die Bürger finanziert würden. Aufgrund des Ergebnisses der Berechnung setzte der Gemeinderat wieder 27 Euro je Berechtigungsschein fest.

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