19.01.2018 - 20:00 Uhr
NeusorgOberpfalz

Aus dem Gemeinderat Neusorg Entscheidungen des Gemeinderats Neusorg im Januar

Auch in der ersten Sitzung des neuen Jahres waren sich die Gemeinderatsmitglieder wieder einig. Das Gremium hat über eine neue "Satzung über die Erhebung von Verwaltungskosten für Amtshandlungen in der Gemeinde Neusorg" entschieden, weiter über die Teilnahme am Learning Campus, die Aufrechterhaltung des Notverbunds mit dem Wasserzweckverband Oberes Fichtelnaabtal für die Wasserversorgung Neusorg und Schwarzenreuth und über die Errichtung einer anonymen Grabanlage.

von Autor KKLProfil

Am 22. April 2008 sei das letzte mal über diese Gebührensatzung der Erhebung von Verwaltungskosten für Amtshandlungen im eigenen Wirkungskreis der Gemeinde entschieden worden, informierte Bürgermeister Peter König. Aufgrund einiger Änderungen im kommunalen Kostenverzeichnis wird nun diese Satzung für Amtshandlungen, Gebühren und Auslagen in der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg einheitlich neu erlassen.

Ab 1. Februar 2018 ändern sich die Gebühren für die Erteilung einer Zweitschrift, da diese originalwertig und vor allem arbeitsaufwendiger ist, sowie für die Zweckentfremdung von Wohnraum.

Aus Gründen der Haushaltskonsolidierung hat sich das Gremium gegen eine Teilnahme am Learning Campus entschieden. Der Förderbeitrag läge bei 65 Euro pro teilnehmendem Kind. Im nächsten Jahr soll jedoch neu darüber entschieden werden. Laut Bürgermeister Peter König sei die Jugendbeauftragte Alexandra Mark-Sischka auf dem Weg, wieder ein umfangreiches Ferienprogramm auf die Beine zu stellen. Mark-Sischka sähe es gerne, ihr Jahresbudget von 300 Euro etwas aufzustocken. Die Fraktionsvorsitzenden zeigten sich offen für die Erhöhung des Geldes für die kommunale Jugendarbeit, sofern es der Haushalt der Gemeinde hergebe.

Zur Notverbundleitung für Wasser zwischen Neusorg und Schwarzenreuth fiel der Entschluss, diesen Notverbund durch die Wasserzentralversorgung Oberes Fichtelnaabtal aufrechtzuerhalten. Der Notverbund wurde bei der Sanierung der Tiefbrunnen in 2016 und 2017 ein dreiviertel Jahr genutzt und werde momentan nicht benötigt, solle aber aufrecht erhalten werden, darüber waren sich Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende einig. Auch wurde dies vom Wasserwirtschaftsamt Weiden eindringlich empfohlen, so Bürgermeister Peter König. Da die Notverbundleitung wöchentlich gespült werden muss, werden der Gemeinde jährliche Kosten von rund 1000 Euro entstehen. Die Fraktionsvorsitzenden sehen die Kommune in der Verantwortung, auch bei Wasserknappheit oder Problemen mit den Tiefbrunnen die Bürger mit Wasser zu versorgen. Laut Bürgermeister Peter König sei diese Verbindung aus den 70ern Jahren in der Not entstanden, und die PVC-Leitung werde noch weitere Jahre ihren Dienst tun.

In der Bürgerversammlung sei zweimal das Thema anonymes Urnengrab angesprochen worden, erinnerte Bürgermeister Peter König. Urnenbestattungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Derzeit sei eine anonyme Bestattung nur in Selb möglich. Da in Neusorg die Möglichkeit besteht, eine anonyme Grabstelle ohne Stele auf dem Friedhof zu schaffen, beschloss der Gemeinderat, die vorhandene Urnen-Grabstelle für anonyme, jedoch kostenpflichtige, Bestattungen freizugeben.

Die Ehrungen des Landkreise Tirschenreuth für herausragende kulturelle und soziale Verdienste sollen auch 2018 fortgesetzt werden. Bürgermeister König informierte, dass auch die Sportvereine ein Informationsschreiben der Verwaltung erhalten haben. Vorschläge müssen bis 2. März an das Landratsamt gehen.

Zum aktuellen Stand des Sanierungsprojekts Bahnhofsgebäude berichtete Bürgermeister König, dass eine Winterbaustelle eingerichtet sei. Die Demontagearbeiten im Inneren des historischen Gebäudes laufen. Die Gemeinde habe die Zustimmung der Deutschen Bahn AG erhalten, den Glasführerstand wegzureißen und nach innen zu legen. Der Glasanbau sei ein Relikt einer späteren Bauzeit. Die nächsten Ausschreibungen für Innenarbeiten finden am 7. Februar statt

Weiter liegt der Vertrag mit der SWW für die Nahwärmeversorgung vor. Derzeit sei keine Verzögerung erkennbar.. Abschließend informierte Bürgermeister König das Gremium über ein Gespräch mit dem praktischen Arzt Rolf Bollig. Der Hausarzt werde donnerstags eine Abendsprechstunde einführen.

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