31.03.2017 - 20:00 Uhr
NeusorgOberpfalz

Aus dem Rathaus Neusorg Bürgermeister Peter König macht sich Sorgen um die ärztliche Versorgung in Neusorg / Das Kinderhaus St. Josef betreut 78 Kinder

In der Verwaltungsgemeinschaft droht der medizinische Notstand. Die Gemeinde Neusorg bemüht sich seit zwei Jahren vergeblich um einen Nachfolger für die landärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Rolf Bollig und Dr. Engelhard Happel.

von Autor KKLProfil

(kkl) Bürgermeister Peter König hat schriftlich bei der Kassenärztlichen Vereinigung um die Erhaltung der Arztstelle in Neusorg gebeten. Bei 6300 Einwohnern in der VG sei die Aufrechterhaltung der Praxis immens wichtig. Dramatisch sei: Ohne Nachfolger werde sich in der Verwaltungsgemeinschaft bei umgerechnet 774 Einwohnern pro Arzt ein Versorgungsgrad von 23 Prozent einstellen.

Auf die Anfrage des Gemeinderatsmitglied Oswald Geisler, wie es um die Investition "Netto" stehe, antwortete Bürgermeister Peter König, das Projekt ruhe aus Investoren- und Nettosicht. Wie es um den Solarpark Wernersreuth stehe, interessierte Gerald Braun. Im Februar sei der Besitzer bei ihm vorstellig gewesen, antwortete Bürgermeister König.

Die Elektrofirma habe zugesagt, dass alle Restarbeiten im Pullenreuther Bereich Richtung Arnoldsreuth erledigt werden, sobald es die Wetterlage erlaubt. Die Anlage soll im Laufe des Jahres in Betrieb gehen. Für den Montag, 3. April, hat Peter König eine Sondersitzung zur Beratung über den Verkauf der Media-Grundstücke an beraumt.

In der zurückliegenden Sitzung des Gremiums haben Bürgermeister Peter König und seine Kollegen den Haushalt verabschiedet (wir berichteten) und das von der katholischen Kirchenstiftung vorgelegte Zahlenwerk für 2017 für das Kinderhauses St. Josef anerkannt.

Laut Vereinbarung mit der katholischen Kirchenstiftung Patrona Bavariae verpflichtet sich die Gemeinde Neusorg, 80 Prozent der nicht abgedeckten Betriebskosten zu übernehmen. Bürgermeister König stellte fest, es sei gut gelungen die Qualität im Kindergarten aufrecht zu erhalten. Das Kinderhaus sei rappelvoll. Die Ermittlung des Betriebskostendefizits zeigt ein voraussichtliches Minus von 22 194 Euro. Im Haushaltsplan stehen 467 905 Euro an Einnahmen, mit Förderzuschüssen, Bonus, Elternbeiträge und Sonstiges Ausgaben von 490 100 Euro für Personalkosten, Anschaffungen, Verwaltung, Fortbildung, Betriebs- und sonstigen Ausgaben gegenüber.

Der Anstellungsschlüssel wurde seit Dezember 2016 eingehalten. In den Monaten September und Oktober habe es geringe Überschreitungen gegeben. Insgesamt 78 Kinder werden im Kinderhauses St. Josef (Stand: Ende Februar 2017) betreut. Davon sind 14 in der Krippe, 48 im Kindergarten und 16 in der Schule.

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