22.05.2017 - 20:00 Uhr
NeusorgOberpfalz

Der Bauauschuss Neusorg tagte Schmalhans bleibt Küchenmeister

( kkl) Der Bau- und Umweltausschuss sich in seiner jüngsten Sitzung zu drei Ortsterminen bewegt. Die Besichtigung der angemieteten Räume des Obst- und Gartenbauvereins im Kellergeschoss der Rektor-Haindl-Aula, ein Schaden in der Schulstraße sowie die zur Sanierung geplante Friedhofs-Ablagerungsstelle standen an. Im Anschluss tagten Bürgermeister Peter König, Gerhard Fröhlich (CSU), Josef Hösl (CSU), Hans Englmann (SPD), Dieter König (SPD) und Richard Stock (ÜWG) im Rathaus weiter.

Der Bau- und Umweltausschuss machte sich ein Bild von den Räumlichkeiten des Obst- und Gartenbauvereins. Bild: kkl
von Autor KKLProfil

Nach den Worten des OGV-Vorsitzenden Oliver Becher hat sich der Verein nach Gründung einer Jugendgruppe nun dazu entschlossen an dem nicht mehr vorzeigbaren Kellercharakter der Räumlichkeiten einiges zu ändern. Der Raum sei bisher zum Pressen von Obst genutzt worden. Die Obst- und Gartenfreunde streben eine Neugestaltung aller Räume an. Doch nur mit Farbe sei es nicht getan, so Oliver Becher.

Der Vereinsvorsitzende zählte auf: die offenliegenden Wasser- und Abwasserrohre an Decken und Wänden sollen verkleidet werden, der blanke Betonboden in sämtlichen Räumen soll gefliest werden, die nicht mehr zeitgemäße Küche, die einst aus Haushaltsauflösungen zusammengetragen wurde, soll erneuert und ein Warmwasserboiler installiert werden. Auch die sanitäre Einrichtung aus der Gründerzeit des Gebäudes möchte der Verein erneuern. Zudem sei ein Neuanstrich notwendig.

Ein separater Raum ist entdeckt worden, indem sich ein veralteter Schieber für die Wasserversorgung der Rektor-Haindl-Aula befindet. Die Gesamtkosten der Sanierung seien auf 8000 bis 10000 Euro geschätzt worden, einige der Renovierungsarbeiten könnten in Eigenleistung erbracht werden, so der Vorsitzende.

Zuschüsse gebe es nicht vom Bezirks- und Landesverband für Gartenbau und Landespflege. "Die Gemeinde versucht, Vereine so gut wie möglich zu unterstützen, doch manchmal können oder dürfen wir es nicht", sagte Bürgermeister König.

Die Mitglieder des Ausschusses sahen die Aktion des OGV aber als unterstützenswert an. Vorsitzender Becher wurde gebeten, einen Zuschussantrag mit Kostenaufstellung zu entwerfen. Die Rechnung für das Auswechseln des Schiebers will die Gemeinde zur Sicherung des Gebäudes übernehmen.

Vorsitzender Peter König gab die Bewertungsergebnisse der Brückenhauptprüfungen bekannt. Der Naabsteg über die Fichtelnaab zwischen Neusorg und Riglasreuth weist Mängel auf. Die Verkehrssicherheit ist geringfügig beeinträchtigt. Der Handlauf sei desolat, einige Holzbohlen müssten untersucht werden. Ebenso weist die Brücke über den Höllbach zum Wehr mit einem Stahlrohrdurchlass geringe Mängel auf. Hier soll das Holzgeländer durch ein verzinktes Stahlgeländer ersetzt werden.

Zur Sanierung der Brücke über die Bahnlinie Nürnberg - Schirnding von Wernersreuth nach Riglasreuth hat der TÜV zwei unterschiedliche Varianten über je 25 000 Euro vorgeschlagen. "Das ist nicht machbar", meinte König. Mit dem Bauwerk habe sich der Gemeinderat bereits 2014 eingehend befasst. Seinerzeit seien zwei größere Unterhaltsmaßnahmen mit 112 000 und 141 000 Euro im Gespräch gewesen. Die Gemeinde habe damals gehofft, die Sanierung in die Förderung des Kernwegenetzes einbeziehen zu können. Diese Hoffnung habe sich nicht erfüllt. Ein Großteil der aktuell vorgeschlagenen Maßnahmen seien erst mittelfristig zu realisieren, so habe Neusorg noch Spielraum, um Fördermöglichkeiten auszuloten.

Die letzten beiden Brücken liegen im Bereich Weihermühle: die Brücke über den Hartlbach und die Brücke über den Schwurbach Richtung Höll. Aufgrund der Benotung hat sich hier der Ausschuss für eine Zurückstellung entschlossen, bis Klarheit über eine Umgehung Weihermühle sowie über die Dorferneuerung bestehe.

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