06.08.2017 - 20:00 Uhr
NeusorgOberpfalz

Grünes Licht aus dem Neusorger Gremium für Geh- und Radweg nach Schwarzenreuth Gemeinderat unter Zeitdruck

Der Gemeinderat hat die Entwurfsplanung aus dem Architekturbüro Gerhard Fröhlich für einen Geh- und Radweg nach Schwarzenreuth anerkannt. "Die Zeit drängt, die Entwicklungsplanung muss bis 1. September bei der Regierung eingereicht werden", erinnerte Bürgermeister Peter König seine Kollegen zum Projekt "Radweg nach Schwarzenreuth" in jüngster Sitzung.

von Autor KKLProfil

Fröhlich stellte dem Gremium seine Planungsarbeit vor. Der Geh- und Radweg nach Schwarzenreuth soll auf der linken Seite der Staatsstraße TIR 16 verlaufen und 1750 Meter lang sein. Der Landkreis fordert einen Abstand von 1,5 Meter zur Staatsstraße, so dass diese eventuell verbreitert werden könne. Alle Forstweganbindungen müssen entsprechend großzügig ausgebildet werden, informierte Fröhlich. Eine Bodenuntersuchung habe bereits durch das Ingenieurbüro Dr. Ruppert und Felder in Bayreuth stattgefunden. Nicht tragfähige Schichten müssten entweder abgetragen oder stabilisiert werden. Als kostensparende Variante schlug Fröhlich vor, den Bauuntergrund mit einer Kalkzugabe zu stabilisieren. Somit würde der Radweg etwa 40 Zentimeter tiefer als die Staatsstraße verlaufe.

Zu den bestehenden Schutzeinrichtungen würden zusätzlich 920 Meter Schutzplanken notwendig. Laut dem Gutachten des Ingenieurbüros Piewak und Partner habe der geplante Geh- und Radweg keine Einwirkungen auf das Wasserschutzgebiet. Für das von der unteren Naturschutzbehörde geforderte Ausgleichsgebiet will die Gemeinde eine Fläche am Armesberg schaffen.

Die beauftragten Biologen Wolfgang und Diana Kaiser vermuten das Vorkommen von Zauneidechse und Amphibien. Der Gemeinderat rechnet bis Mai 2018 mit dem Ergebnis der Untersuchung. Um den Radwegbau zu ermöglichen will die Gemeinde Neusorg 6400 Quadratmeter Grund von der Forst Ebnath AG und 2025 Quadratmeter an Privatflächen erwerben. Für den Bau seien laut Fröhlich keine Verkehrssperrungen vorgesehen.

Die Gesamt-Baukosten von 762 000 Euro setzen sich zusammen aus: 609 000 Euro reine Baukosten, 12 Prozent, das sind 83 000 Euro, an Nebenkosten und 70 000 Euro für den Grunderwerb. Die Gemeinde rechnet mit 90 Prozent, das sind 611 000 Euro, Zuwendung an Fördergeldern für die reinen Baukosten und den Grunderwerb.

"Mit dem neuen Radweg würde eine Querverbindung zum Radweg Fichtelgebirge erreicht. 116 000 Euro an Eigenmitteln für den Radwegbau seien bereits in den Finanzplan des Finanzpakets 2020 eingestellt, jetzt sind wir bei 141 000 Euro", stellte Bürgermeister Peter König fest. "Die Maßnahme steht und fällt mit der Förderung", darüber war sich das Gremium einig. CSU-Fraktionssprecher Dr. Günther Fütterer nannte die Planungsarbeit gut und vernünftig durchgerechnet. Die CSU-Fraktion sehe den Radwegbau als ein gutes und sinnvolles Projekt. einreihen.

SPD-Sprecher Dieter König sieht die Gemeinde verpflichtet, bei nur fünf Metern Fahrbahnbreite zur Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer einen Weg zu schaffen. Die 141 000 Euro an Eigenmitteln sollte die Gemeinde schultern können. Karl Lenhard (ÜWG) stellte abschließend fest, der Radweg werde aufgrund steigender Baupreise in Zukunft nicht preisgünstiger zu haben sein.

Wegen Urlaubs von Bürgermeister Peter König wird ab 7. August zwei Wochen lang zweiter Bürgermeister Dr. Günther Fütterer im Dienst sein.

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