08.03.2017 - 20:00 Uhr
NeusorgOberpfalz

Seit über 100 Jahren

Die AsF-Damen aus dem Landkreis feierten ausgiebig den internationalen Frauentag im Hotel Sonnental. Mit Bürgermeister Peter König und den Gemeinderäten Dieter und Robert König waren auch drei Männer mit dabei.

Die Folkloregruppe "Kalinka" aus Weiden begeisterte in ihren roten Gewändern die AsF-Damen. Bilder: hkö (2)
von Autor HKÖProfil

Stellvertretende AsF-Kreisvorsitzende Christine Trenner blätterte im Geschichtsbuch. Erstmals wurde der Frauentag am 19. März 1911 gefeiert. Die beiden Sozialdemokratinnen Clara Zetkin und Käte Duncker waren von der Aktionsform begeistert und sprachen sich für eine internationale Ausrichtung aus. Während des Zweiten Weltkrieges war das Feiern des Internationalen Frauentags verboten. Im Jahre 1946 wurde der Frauentag in der DDR und im Jahr 1948 auch im Westen wieder eingeführt. Erst 1975 sollte sich eine Einigung andeuten, als die Vereinten Nationen zum allerersten Mal den Internationalen Frauentag ausrichteten.

Stellvertretende Landesvorsitzende Katja Reitmaier, stellte heraus, dass in der SPD ein großer Aufschwung herrsche. "Unsere Frauen in der Politik haben wichtige Gesetze gegen den Widerstand der Union durchgesetzt", stellte die Sprecherin fest. Deshalb sei dieser Frauentag so wichtig, wie schon lange nicht mehr. Die Gleichberechtigung sei eine Demokratiefrage. Frauen sollten ihr Leben so gestalten, wie sie es wollen, sei es im Berufsleben oder privat. Besonders im Berufsleben, so die stellvertretende Landesvorsitzende weiter, wäre gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit mehr als gerecht.

Aktuelle Studien zur Lohnentwicklung deckten regelmäßig aufs Neue eine Ungleichbehandlung von Frauen und Männern auf. Durchschnittlich 21,6 Prozent verdienen Frauen weniger als ihre männlichen Kollegen. "Das muss sich schnellstens ändern", forderte Katja Reitmaier.

Die Rednerin griff das Thema "Frauen in Führungspositionen" auf und forderte, dass auch eine Frau den Beruf eines Managers oder eines Geschäftsführers mit entsprechender Qualifikation ausüben könne. Auch das Thema häusliche Gewalt streifte Reitmaier. Jede vierte Frau erlebe Übergriffe. Diese Situation sei nicht hinnehmbar.

Bürgermeister Peter König brach eine Lanze für die Frauen. Für gleiche Arbeit müsse es gleichen Lohn geben. König stellte den Gästen aus dem Landkreis die Gemeinde Neusorg vor. Christine Trenner hatte noch ein weiteres Highlight im Programm. Die Folkloregruppe "Kalinka" aus Weiden. Künstlerische Leiterin Eugenia Jarusskij, die im Jahre 2005 nach Deutschland eingereist ist, verzauberte mit ihrem Ensemble die Gäste mit russischen Liedern und Tänzen.

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