Fortbestand des Fichtelgebirgsvereins gefährdet
Junge Nachfolger Fehlanzeige

Für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Fichtelgebirgsverein dankten Vorsitzende Helga Schinner (links) und Bürgermeister Peter König (rechts) Rudolf Greger (Zweiter von links) und Klaus Putzer (Zweiter von rechts). Bild: öt
Vermischtes
Neusorg
15.03.2018
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Ungewiss ist der Fortbestand der Ortsgruppe Neusorg des Fichtelgebirgsvereins. Im nächsten Jahr stehen Neuwahlen an. Die alte Führungsmannschaft stellt sich nicht mehr zur Wahl.

( öt) In der Jahreshauptversammlung der Heimatfreunde sprach Vorsitzende Helga Schinner dieses heikle Thema an. Zum Großteil befinde sich der Vorstand mittlerweile im fortgeschrittenen Alter. Deren Mitglieder können oder wollen den Verein nicht mehr weiterführen. Über die nächste Jahreshauptversammlung hinaus werde es nicht weitergehen.

Die Vorsitzende ging auch auf die Mitgliederentwicklung ein. Drei Siebensternler starben vergangenes Jahr. Trotz aller Bemühungen konnten keine Neumitglieder gewonnen werden. Derzeit zähle die Ortsgruppe 210 Personen, davon 145 Vollmitglieder, 61 Ehepartner und 4 Jugendliche. 30 Heimatfreunden gratulierten die Verantwortlichen zu runden und halbrunden Geburtstagen.

Schinner appellierte an die Mitglieder, sich massiv an der Suche nach Personen zu beteiligen, die Verantwortung im FGV übernehmen. Ansonsten drohe im nächsten Jahr die Auflösung der Ortsgruppe.

Zum Ende ihrer Ausführungen dankte sie dem Männergesangverein Neusorg und der Blaskapelle für die Gestaltung der Weihnachtsfeier in der Natur. Ihr besonderer Dank galt dem evangelischen Pfarrer Andreas Kraft für die religiöse Umrahmung der Feierstunde und Klaus Daubner für die Pflege der Homepage.

An zahlreiche Aktivitäten erinnerte Wanderwart Ulrich Anders. Sie reichten von einer Spiegelwanderung und dem Erraten von Tieren über die Maiandacht an der Dreifaltigkeitskapelle, der Vatertagswanderung zur Kösseine und zwei Veranstaltungen in Waldpädagogik bis hin zur Weihnachtsfeier in der Natur.

Höhepunkte bildeten der Vereinsausflug nach Saalfeld mit Besuch der Feengrotte und des Bleilochstausees sowie die Zweitageswanderung auf dem Frankenweg. Auf Schusters Rappen unterwegs waren die Siebensternler bei der Abendwanderung zum Gasthof Dragoner. Veranstaltet hatten die Mitglieder auch eine Radtour zur Stieglmühle. Im Ferienprogramm gingen die Kinder auf Entdeckungsreise durch den heimischen Wald.

Die Reihe der Veranstaltungen 2018 wurde mit einer Stärkewanderung eröffnet. Ausfallen musste wegen mangelnder weißer Unterlage die geplante Schneeschuhwanderung. Weiter fand ein Kappenabend im Gasthof Steckenbiller statt. Wanderwart Ulrich Anders besuchte zahlreiche Termine des Hauptvereins und nahm an mehreren Fortbildungslehrgängen teil.

Auch für das neue Vereinsjahr stellte er wieder allerlei Veranstaltungen in Aussicht. Unter anderem ist eine Busfahrt für Senioren zum Kösseinegipfel und ein Ausflug zum Weihnachtsmarkt nach Passau mit Besuch der Granitweihnacht in Hauzenberg geplant. Auch der Wanderwart rief die Mitglieder dazu auf, den Fichtelgebirgsverein Neusorg bei den Neuwahlen im nächsten Jahr nicht untergehen zu lassen.

Die Grüße der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Peter König. Auch er erhoffte sich einen Fortbestand des Traditionsvereins über die nächsten Neuwahlen hinaus. Das Gemeindeoberhaupt lobte die rege Vereinsarbeit und dankte für die Beteiligung am Ferienprogramm.

EhrungenIm Zeichen von Mitgliederehrungen stand die Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Neusorg des Fichtelgebirgsvereins im Gasthof Dumler.

Für 40 Jahre Treue wurden Hildegard Keck, Harry Neumeier sowie Gunda und Klaus Putzer ausgezeichnet.

Die Ehrung für ein Vierteljahrhundert Zugehörigkeit konnte Rudolf Greger in Empfang nehmen. Alle erhielten eine Urkunde und eine Anstecknadel. (öt)
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